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Schleswig-Holstein Pelz tragen ohne schlechtes Gewissen?
Nachrichten Schleswig-Holstein Pelz tragen ohne schlechtes Gewissen?
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06:00 20.12.2018
Von Alev Doğan
Ethisch korrekter Pelz? Schleswig-Holsteins Landesjagdverband macht sich stark für die Initiative "Fellwechsel", die die Felle der Jäger für "nachhaltige" Pelzartikel nutzt. Quelle: Fellwechsel
Kiel

„So kann das Pelztragen von unserer Gesellschaft wieder akzeptiert werden.“ - Der oberste Jäger des Landes, Wolfgang Heins, macht sich stark für die Initiative „Fellwechsel“, die sich der „nachhaltigen“ Nutzung von Wildbälgen verschrieben hat.

Label "We prefur"

Die Felle verarbeitet die Initiative zum Teil selbst weiter, zum Teil werden sie an Kürschner weitergegeben, die unter dem Label „We prefur“ Pelzprodukte aus der heimischen Jagd herstellen.

Win-Win-Situation für Jäger und Pelz-Liebhaber

Wolfgang Heins vom Landesjagdverband aber sieht in Fellwechsel nicht nur eine Innovation, sondern eine Win-Win-Situation für Jäger, Kürschner, und Pelz-Liebhaber. „Es geht darum, Raubwild, das ohnehin gejagt wird, auch einer größeren Inwertsetzung zuzuführen“, erklärt Heins.

Pelztragen ohne Geschmäckle?

Mit Fellwechsel bringe man ein Konzept auf den Markt, das eine Konkurrenz zu den Zuchtfarmen darstelle. „Solche Farmen sind verpönt bei den Menschen. Dort werden Tiere aufgezogen, nur um sie später allein für ihr Fell wieder zu erlegen.“ Daher, so Heins, hätten Pelz-Produkte solcher Herkunft ein „Geschmäckle“. Das falle bei den Produkten mit Fell aus der Jagdbeute weg. Denn hier werde kein Tier für sein Pelz getötet, es ist ja schon tot. Die Menschen könnten wieder mit „gutem GewissenPelz tragen.

Peta: Pelz ist niemals ethisch

Die Tierschutzorganisation Peta spricht von einem „blutigen Modetrend“: „Pelz besteht aus dem Fell eines getöteten Tieres und ist daher niemals ethisch“, sagte Peta-Referentin Johanna Fuoß. Und unabhängig davon woher das Pelz kommt: „Das Tragen von Pelz vermittelt anderen Menschen, dass es in Ordnung ist, Tiere für ihr Fell zu töten“, so Fuoß. Zudem sei seine Herstellung schlecht für die Umwelt.

So sieht sie aus, die „nachhaltige und ökologische“ Nutzung von Wildbälgen.

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