Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Schleswig-Holstein Schnelle Glasfaser hat es in Kiel schwer
Nachrichten Schleswig-Holstein Schnelle Glasfaser hat es in Kiel schwer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:31 01.06.2018
Von Ulrich Metschies
Schleswig-Holstein setzt für schnelle Internetzugänge seit Jahren auf einen konsequenten Ausbau des Glasfasernetzes. Quelle: Carsten Rehder
Kiel

Von Schleswig-Holsteins Strategie und seinen Fortschritten könne "die ganze Bundesrepublik lernen", schwärmte Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) am Freitag beim 11. Breitband-Forum in Kiel. Bereits seit fünf Jahren verfolge man das Infrastrukturziel "Glasfaser bis in die Gebäude und Haushalte".

Doch nicht überall geht der Glasfaserausbau so schnell voran, wie das Land es sich wünscht. Erstmalig präsentierte das Ministerium am Freitag gemeinsam mit dem Breitband-Kompetenzzentrum Schleswig-Holstein eine Analyse der "weißen Flecken". Und das sind vor allem die Städte Kiel und Lübeck.

Das Problem: In beiden Städten ist die Breitbandversorgung so solide, dass es der öffentlichen Hand verwehrt ist, den Glasfaserausbau zu fördern. Den großen Playern Telekom und Vodafone wirft Buchholz vor, sich nur schwerfällig mit dem Thema Glasfaser auseinanderzusetzen und stattdessen den Weg in das Gigabite-Zeitalter auf Basis bestehender Kupferleitungen zu beschreiten. Dabei sei der Glasfaserausbau  kein Selbstzweck und auch "kein Spielzeug einer digitalen Elite". Vielmehr gehe es darum, die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft zu sichern.

Kiels OB Ulf Kämpfer (SPD) und Buchholz sind sich einig: Kiel braucht eine neue Dynamik beim Glasfaserausbau, und die werde allein durch Wettbewerb nicht entstehen. "Wir müssen die Zeit jetzt nutzen und neue Strukturen aufbauen, um nicht in fünf Jahren in eine Mangelsituation zu kommen", so der Oberbürgermeister, der sich durchaus vorstellen kann, das Thema gemeinsam mit Lübeck anzugehen. Um allein das Glasfasernetz in Kiel auf einen modernen Stand zu bringen, seien Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe erforderlich.

Neue Details zu dem Todesschuss einer jungen Polizistin in einem Intercity auf einen 24 Jahre alten Flüchtling: Laut Staatsanwaltschaft Flensburg hat der Afrikaner die 22-jährige Beamtin angegriffen. Ein 35 Jahre alter Kölner sei der Polizistin zur Hilfe geeilt und sei dabei verletzt worden.

Bastian Modrow 01.06.2018

Die Gemeinschaftsschule Neumünster-Brachenfeld ist Schleswig-Holsteins Schule des Jahres. Das gab Schulministerin Karin Prien (CDU) am Freitag im Landeshaus bekannt. Der Preis ist mit 6000 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre vergeben.

01.06.2018

Rund 10.000 Menschen in Deutschland warten dringend auf ein Spenderorgan. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will die Bereitschaft der Bevölkerung erhöhen, als Spender zu fungieren - und kündigt am UKSH Kiel einen Gesetzesvorstoß an. Die politische Debatte nimmt Fahrt auf.

01.06.2018