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Schleswig-Holstein Prof. Edenhofer fordert teureren Sprit
Nachrichten Schleswig-Holstein Prof. Edenhofer fordert teureren Sprit
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08:00 07.02.2019
Von Heike Stüben
Foto: Ottmar Edenhofer
Die Welt im Blick: Ottmar Edenhofer ist Direktor am Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung. Quelle: Ulf Dahl, Oliver Berg/dpa | Montage: Lina Schlapkohl
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Kiel

Es gibt eine Kohlerenaissance. Wie lässt sich da gegensteuern?

Mit der Bepreisung von CO2-Emissionen. Im Europäischen Emissionshandel liegt der Preis für die Tonne CO2 aktuell bei etwa 24 Euro. Der Mindestpreis müsste bis 2030 auf 35 Euro steigen, langfristig dann auf etwa 50 Euro. So würde die Nutzung fossiler Energieträger bestraft. Dadurch würden nicht nur die kohlendioxidfreien Technologien rentabel werden, sondern auch ein schneller Ausstieg aus der Kohle würde sich wirtschaftlich lohnen.

Wie kann das gehen? In Kiel haben wir aktuell die Diskussion um zu hohe NOX-Emissionen am Theodor-Heuss-Ring.

Etwa indem die Steuerbefreiung für Dieselfahrzeuge abgeschafft wird. Dadurch würden die Emissionen voraussichtlich um etwa 14 Prozent sinken in den nächsten fünf Jahren. Das reicht aber noch nicht. Wir brauchen eine Energieabgaben-Reform nach dem Verursacherprinzip: Wer verschmutzt, zahlt. Das ist für mich auch ein Gerechtigkeitsgrundsatz.

Dann würden Diesel und Benzin teurer?

Ja, mit dem positiven Nebeneffekt, dass wenn der Preis steigt, die Bürger weniger und auch effizienter fahren. Und das hätte noch einen anderen Effekt: Selbst wenn der Ölpreis sinken würde, hätten alternative Antriebe wie Elektro- und Wasserstoff-Autos immer noch eine Chance auf dem Markt. Wir werden aber auch die Diskussion über eine Maut in Großstädten führen müssen. Dort können wir nicht immer mehr Straßen bauen, sondern müssen das vorhandene Netz viel, viel effektiver nutzen.

Lesen Sie das vollständige Interview am Donnerstag in Kieler Nachrichten und Segeberger Zeitung