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Schleswig-Holstein Bananenpapier und Gewässerqualität
Nachrichten Schleswig-Holstein Bananenpapier und Gewässerqualität
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21:24 21.03.2019
Von Laura Treffenfeld
Sie haben Papier aus Bananenschalen gemacht: Charlotte Frank, Vanessa Trinkies und Merle Andresen von der Eckener Schule in Flensburg. Quelle: Ulf Dahl
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Kiel

Wie lässt sich die Wasserqualität der Schlei verbessern, ohne das Ökosystem mit dem Ausbaggern des Bodens zu verletzen? Diese Frage haben sich nicht etwa ein Trupp Gewässerbiologen gestellt, sondern Nils und Torge Richter, zwei Schüler der Lornsenschule in Schleswig. Die zwölf und 15 Jahre alten Brüder hatten sich über die häufigen Badeverbote in der Schlei geärgert, die wegen Blaualgen ausgesprochen wurden. Kurzer Hand nahmen sie im Rahmen von Jugend forscht Wasserproben, fügten mittels einer Aquariumpumpe Sauerstoff hinzu und untersuchten die Werte – ein Erfolg.

Brüder gewinnen Flug über Schleswig-Holstein

Am Donnerstag nahmen sie in der Kunsthalle in Kiel im Beisein vieler anderer junger Forscher und Forscherinnen den ersten Platz in der Kategorie Biologie entgegen. Die besondere Überraschung: Auch der Sonderpreis, ein Rundflug in einem kleinen Flugzeug über Schleswig-Holstein, ging an die beiden Jungwissenschaftler. Sven Baszio aus dem Vorstand der Stiftung Jugend forscht zeigte sich beeindruckt vom Ideenreichtum der Schüler. „Die Kinder und Jugendlichen sind einfach ganz nah am Puls der Zeit.“ Dies würde sich unter anderem an den vielen Umweltthemen zeigen.

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Jetzt kommt der Bundeswettbewerb

Insgesamt traten 21 Jugendliche mit neun Projekten beim Landesentscheid von Jugend forscht in Kiel an. Die Sieger des Wettbewerbes, organisiert von der Technische Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU), können sich nun schon einmal auf den Bundeswettbewerb in Chemnitz vorbereiten. Bei den jüngeren Schülern im Bereich „Schüler experimentieren“ ist der Landessieg die letzte Station. Bei ihnen nahmen 24 Schülerinnen und Schüler mit insgesamt 13 Projekten teil. Ob ein Projekt aus Schleswig Holstein nun auf Bundesebene überzeugen kann, zeigt sich am 19. Mai.

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