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Schleswig-Holstein 72-Jähriger erneut freigesprochen
Nachrichten Schleswig-Holstein 72-Jähriger erneut freigesprochen
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14:17 21.05.2019
Der Mann soll am Steuer ein Handy benutzt haben.  Quelle: Monika Skolimowska/dpa
Kiel

Es sei nach Unfallgutachten und der Anhörung von Zeugen nicht auszuschließen, dass der Unfall - unabhängig von einer möglichen Handynutzung des Angeklagten - unvermeidbar gewesen sei, begründeten die Richter ihre Entscheidung am Dienstag nach Angaben eines Sprechers. Bereits das Amtsgericht Neumünster als erste Instanz kam vor rund einem Jahr zum gleichen Schluss. Die Reaktionszeit sei zu kurz gewesen.

Staatsanwaltschaft und der Witwer als Nebenkläger gingen dagegen davon aus, dass die Handynutzung des mittlerweile 72-jährigen Autofahrers Mitte Januar 2017 zu dem Unfall führte. Sie hatten Berufung eingelegt und beantragten erneut, den Autofahrer wegen fahrlässiger Tötung zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten zu verurteilen.

Die Vollstreckung sollte für zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt und 5000 Euro als Schmerzensgeld gezahlt werden. Außerdem sollte der Führerschein entzogen und erst nach einer eine Sperre von einem Jahr erneut beantragt werden dürfen. Der Verteidiger plädierte wieder auf Freispruch.

Mutter starb bei dem Unfall, Sohn wurde verletzt

Zu der tödlichen Kollision kam es, als der Angeklagte bei Tempo 120 seinen Wagen nach einem Überholmanöver zurück auf die rechte Fahrspur lenkte und die junge Mutter ihr Auto mit einer Geschwindigkeit von rund 60 Stundenkilometern vom Standstreifen zurück auf die Fahrbahn lenkte. Die 34-Jährige starb, ihr acht Monate alter Sohn überlebte mit leichteren Verletzungen.

Von dpa

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