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Schleswig-Holstein KN bewegt: Gemeinsam waren sie stark
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KN bewegt: Gemeinsam waren sie stark - das sind die Gewinner

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11:00 29.04.2021
Von Nora Saric
2. Platz bei "KN bewegt": Die "Holtsee Runners" mit Norbert Schink (von links), Svenja Reimer, Norbert Jordan, Lissa Maß und Mirko Harfenmeister.
2. Platz bei "KN bewegt": Die "Holtsee Runners" mit Norbert Schink (von links), Svenja Reimer, Norbert Jordan, Lissa Maß und Mirko Harfenmeister. Quelle: KN/privat
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Die Freude bei den Gewinnern ist groß. Zudem kommt der Erlös aus den Startgeldern dem gemeinnützigen Verein „KN hilft“ und somit in Not geratenen Menschen zugute. Als Sieger werden alle drei Teams mit neuen Laufschuhen von Zippel’s Läuferwelt ausgestattet.

1. Platz bei "KN bewegt": Die "Kieler Laufsocken" mit Gesa Sturm (oben von links), Kristin Genz, Jane Eitzen (unten von links), Mona Borchert und Maria-Theresia Verwega.

„Der Spannungsbogen hielt die gesamte Woche an“, sagt Norbert Jordan, Teamchef der „Holtsee Runners“. Erst am Sonntag gegen 23.55 Uhr war zu sehen, dass wir es unter die ersten drei geschafft haben.“ Sein Team hatte sich zum Ziel gesetzt, 1000 Kilometer zu schaffen – es wurden 1063,43. „Es ist überraschend, was man mit Gruppendynamik und Selbstwille erreichen kann.“ Mit ihm für den guten Zweck auf den Beinen waren Lissa Maß, Norbert Schink, Mirko Harfenmeister und Svenja Reimer. Alle fünf gehören zur Laufsparte im Sportverein in Holtsee bei Gettorf.

An Wettbewerben teilzunehmen, ist für sie nichts Neues, „aber diese Art, bei der man eine Woche konstant in Bewegung bleibt, haben wir so auch noch nicht gehabt“. Obwohl sie die Knochen bereits spürten, so Jordan, haben die „Holtsee Runners“ zum Schluss noch mal alles gegeben.

Lesen Sie auch: Alle Storys zu "KN bewegt" in der Übersicht

Auch spätabends war noch Motivation vorhanden

Mirko Harfenmeister nutzte die Aktion auch, um die Einkäufe in den größeren Nachbarorten zu Fuß zu erledigen – „eine bewusste Entscheidung, das Auto mal stehen zu lassen. Ich empfand das als Luxus in einer hektischen Gesellschaft mit ihren durchgetakteten Abläufen.“ „Ich bin stolz auf die Leistung unseres Teams und freue mich riesig über den zweiten Platz“, sagt Lissa Maß. Das Team sei teils nah an die Leistungsgrenze gegangen, so Norbert Jordan. Ob um 4.30 Uhr vor der Arbeit oder um 23 Uhr nach der Grillwurst – die Läufer nutzten jede Gelegenheit.

„Ich hätte nie gedacht, was alles möglich ist, und was der Körper alles hergibt“, berichtet Norbert Schink. „Alleine wäre ich zu solch einer Leistung wahrscheinlich nicht imstande gewesen. Doch die Challenge mit Aussicht auf neue Laufschuhe, aber besonders meine Teamkollegen, haben mich immer motiviert.“ Mit einer Gesamtsumme von 1050,50 Kilometern hat Team „LäuftBeiUns“ nach der Laufwoche Platz 3 errungen – und das in München und Hannover. „Die Freude ist wirklich sehr groß“, sagt Teamchef Tobias Beyer, den es beruflich in die bayerische Hauptstadt verschlagen hat. „Wir hätten am Anfang nicht gedacht, dass wir wirklich ganz vorne mitmischen.“

3. Platz bei "KN bewegt": Das Team "LäuftBeiUns" mit Jan-Michael Schönebeck (oben von links), Tobias Beyer, Sebastian Lacher (unten von links), Felix Bayerl und Christoph Caprano (Mitte).

Mit Beyer waren Christoph Caprano, Felix Bayerl und Sebastian Lacher in München sowie Jan-Michael Schönebeck in Hannover täglich auf den Beinen – ein Team aus alten Kieler Studienfreunden und Arbeitskollegen. „Am Anfang war unser Ziel, dass jeder 100 bis 120 Kilometer läuft, dass man sich wirklich mal anstrengt und ein paar Kilometer zurücklegt“, sagt Tobias Beyer. „Und dann haben wir aber viel mehr geschafft, als wir uns vorgenommen haben.“

"KN bewegt": Teilnehmer loben den guten Zweck

In der Laufwoche haben die fünf Männer täglich jede Strecke für den Wettbewerb genutzt, sind vor und nach der Arbeit gelaufen, zu Fuß zur Arbeit gegangen, statt mit dem Rad zu fahren, und haben das Wochenende für die ausgiebigen Strecken genutzt, um noch mal richtig Kilometer zu machen.

„Der gute Zweck war tatsächlich einer der Hauptbeweggründe, teilzunehmen“, erzählt Tobias Beyer. „Wir fanden es toll, dass man die Pandemie dazu nutzt, digital so etwas auf die Beine zu stellen, und zeitgleich auch noch soziale Projekte unterstützt. Eine großartige Aktion.“