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Schleswig-Holstein Ello fordert Facebook heraus
Nachrichten Schleswig-Holstein Ello fordert Facebook heraus
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13:14 21.11.2014
Foto: Facebook hat im Gegensatz zu Ello diverse mobile Apps.
Facebook hat im Gegensatz zu Ello diverse mobile Apps. Quelle: dpa
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Kiel

Ello war erst als Privatnetzwerk für dessen sieben Entwickler und je 100 Freunde oder Bekannte derer gedacht, jedoch erfreute sich das Netzwerk schnell so großer Beliebtheit, dass es langsam öffentlich gemacht wurde. Zurzeit melden sich bis zu 30000 Menschen pro Stunde an. Aber kann Ello Facebook ernsthaft Konkurrenz machen?

Das Netzwerk soll kostenlos und werbefrei sein, doch um das zu finanzieren wird es von Zeit zu Zeit spezielle Funktionen anbieten, für die einige Nutzer bereit sein werden Geld auszugeben. Zum Beispiel bietet es für 99 Cent an, mehrere Profile verwalten zu können. Anders als bei Facebook kann man sich nur mit einer Einladung anmelden. So sollen unerwünschte Leute abgehalten werden.

Ello verspricht, keine Werbeplattform zu sein und, statt viel Werbung, Platz für große Bilder zu bieten. Auch will es die Daten seiner Benutzer nicht verkaufen. Es gibt Kritik daran, dass das neue Netzwerk pornografische Inhalte erlaubt, auch wenn diese gekennzeichnet sein müssen. Ello sei noch in der Betaphase, also unfertig, berichtet Paul Budnitz, einer der Gründer. So wirkt das Netzwerk sehr unausgereift, da es noch keine Ello-App für mobile Geräte gibt und die Nutzerzahl bislang sehr niedrig ist.

Ello hat zwar das Potenzial, Facebook abzulösen, jedoch hakt es noch an einigen Stellen wie der mobilen App. Auch ist es durch die geringe Nutzerzahl noch sehr unlebendig und dagegen ist Facebook weitaus ausgereifter.

Von Carla Sonnenschein, Klasse 9b, Hebbelschule Kiel