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Schleswig-Holstein Nächster Schritt für Fehmarnbelt-Tunnel
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18:31 31.01.2019
Wer beim Bundesverwaltungsgericht gegen das Projekt klagen will, hat nach Auslage der Dokumente einen Monat Zeit. Quelle: Femern A/S
Kiel

Der zum Jahreswechsel vorgelegte Planfeststellungsbeschluss für den Fehmarnbelt-Tunnel nach Dänemark ist nun auch formell erlassen. Das teilte das Verkehrsministerium in Kiel am Donnerstag mit. Der Beschluss und jeweils 51 Aktenordner mit Planunterlagen werde ab Mitte März an zwölf Stellen auf Fehmarn und im Raum Ostholstein sowie im Infrastrukturministerium von Mecklenburg-Vorpommern öffentlich ausgelegt. Allein der Beschluss für den deutschen Abschnitt des knapp 18 Kilometer langen Tunnels umfasst 1300 Seiten.

Unterlagen werden auch online veröffentlicht

Gegen das Vorhaben mit einem Investitionsvolumen von mehr als sieben Milliarden Euro waren im Planfeststellungsverfahren auf deutscher Seite 12 600 Einwendungen erhoben worden. In Dänemark kamen 42 Einsprüche zusammen. Die Unterlagen werden im März für zwei Wochen ausgelegt und auch im Internet einsehbar sein. Wer beim Bundesverwaltungsgericht klagen will, hat dann dafür einen Monat Zeit.

"Da bereits Klagen angekündigt sind, können wir uns natürlich noch nicht einfach zurücklehnen", sagte Verkehrs-Staatssekretär Thilo Rohlfs. "Aber ich bin sehr zuversichtlich, dass unsere Planfeststellungsbehörde einen gerichtsfesten Beschluss vorgelegt hat, der auch die nächste Hürde vor dem Bundesverwaltungsgericht nehmen wird."

"Die norddeutsche Wirtschaft freut sich"

Wirtschaftsvertreter begrüßten den Schritt: "Die norddeutsche Wirtschaft freut sich. Mit der Unterschrift ist ein wichtiger Prozessschritt auf dem Weg zum Tunnel getan worden, endlich sichtbarer Fortschritt auch in Deutschland. Trotz angekündigter Klagen muss es jetzt darum gehen, zügig Baurecht herzustellen. Der gesamte norddeutsche Raum wird von dieser neuen Verbindung erheblich profitieren, aber dafür benötigen alle Beteiligten die notwendige Planungssicherheit, damit die durch den Bau des Fehmarnbelt-Tunnels entstehenden Wettbewerbsvorteile Norddeutschlands strategisch genutzt werden können", sagte Uli Wachholtz, Präsident der Vereinigung der Unternehmensverbände in Hamburg und Schleswig-Holstein e. V. (UVNord).

Die Präsidentin der der IHK Schleswig-Holstein, Friederike C. Kühn, sprach von einem entscheidenden Meilenstein auf dem Weg zu einer integrierten Fehmarnbelt-Region.

Alle KN-Berichte zum Fehmarnbelt-Tunnel können Sie auf dieser Themenseite nachlesen

Von RND/dpa

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