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Schleswig-Holstein Autodiebe machten fette Beute
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21:58 10.02.2020
Von Thomas Geyer
In Ellerau wurde unter anderem ein 155.000 Euro teurer Porsche Panaamera gestohlen. Quelle: imago stock&people
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Kiel/Segeberg.

Wie berichtet schweigt der in U-Haft sitzende 39-jährige Lette zu den Vorwürfen. Gemeinsam mit mindestens zwei Komplizen soll er im August 2019 einen Porsche Panamera (Wert: 155.000 Euro) und ein Wohnmobil (65.000 Euro) gestohlen haben. Die Staatsanwaltschaft rechnet den Angeklagten einer international agierenden Bande aus dem Baltikum zu. Ihm werden ähnliche Taten in Schweden und Lettland vorgeworfen.

Der Bestohlene gab vermutlich auch die PIN-Nummern preis

Wie der geschädigte Porschebesitzer (48) aus Ellerau am Montag als Zeuge aussagte, wurden bei dem nächtlichen Einbruch auch sechs EC-Karten gestohlen. Wegen der Vielzahl der Konten habe er als „Gedankenstütze“ möglicherweise auch einen Zettel mit den zugehörigen PIN-Nummern zu den Karten gesteckt. Noch in der Nacht hoben die Diebe mehr als 4000 Euro am nächsten Geldautomat ab.

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Der Angeklagte hatte die Wagenpapiere des Porsche bei sich

Nach Einschätzung einer Kripo-Ermittlerin (26) sieht der beim Geldabheben gefilmte Kartennutzer wie der Angeklagte aus. Bei seiner Festnahme wegen eines Ladendiebstahls hatte der Lette die Fahrzeugpapiere des seitdem verschwundenen Porsches bei sich. Auf seinem Handy stellte die Polizei zudem Fotos und Videos weiterer Zielobjekte sicher. Das Kennzeichen eines in seiner Garage fotografierten Porsches führte die Ermittler in die Hamburger Elbchaussee, wo Anfang August verdächtige Personen auf dem Grundstück beobachtet wurden.

Die sechsköpfige Familie schlief während des Einbruchs

Bis heute weiß der bestohlene Unternehmer aus Ellerau nicht, wie die Diebe unbemerkt ins Haus gelangen konnten, während die sechsköpfige Familie ungestört schlief. Die Eingangstür wies keinerlei Einbruchsspuren auf. Ein gut versteckter Ersatzschlüssel lag unangetastet an seinem Platz.

Jetzt fühlt man sich trotz Sicherheitstechnik nicht mehr sicher. Man habe schon an einen Umzug gedacht, sagt der Zeuge auf Nachfrage. Als er an jenem Morgen das Verschwinden der Fahrzeuge entdeckte, wollte er eigentlich mit seinem Sohn zu einem Ausflug in die Autostadt Wolfsburg aufbrechen. Dort wollte man nach einem fahrbaren Geburtstagsgeschenk für den 18-Jährigen suchen. Im Haus der Familie erbeuteten die Einbrecher rund 7500 Euro Bargeld und ein Apple MacBook.

Handy des Angeklagten in der Funkzelle des Tatorts eingeloggt

Gegen den Angeklagten spricht, dass sein Handy in der Funkzelle des Tatorts eingeloggt gewesen sein soll. Auch im Fall eines Einbruchs in Scharbeutz wurde das Handy dort erfasst. Ein Urteil des Landgerichts wird frühestens Mitte März erwartet. Das Angebot, bei einem Geständnis maximal vier Jahre Haft zu verhängen, hatte der Angeklagte ausgeschlagen.
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