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Schleswig-Holstein Land plant Meldepflicht
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10:00 23.03.2018
Von Ulf Billmayer-Christen
Wo ist ein Platz frei? Kitas sollen in Zukunft Eltern besser informieren. Quelle: Monika Skolimowska
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Kiel

Zwei Jahre nach dem Start haben nicht einmal 40 Prozent der mehr als 1700 Kitas Daten über freie Plätze, Betreuungszeiten oder Gebühren eingespeist. „Die bisherige Nutzung des Kita-Portals ist noch nicht so, wie wir uns das wünschen“, berichtet Garg. „Wir wollen daher im Zuge der Kita-Reform die Teilnahme an der Datenbank verbindlich machen.“ Die Reform soll zum Sommer 2020 umgesetzt werden. Bis dahin will Garg weiter die Werbetrommel für die Datenbank rühren. „Das Kita-Portal ist ein richtiger und guter Ansatz.“ Das Land werde sich im laufenden Jahr gezielt um Regionen kümmern, die in der Datenbank noch nicht so gut vertreten seien.

In der Datenbank klaffen große Lücken. Von 1771 Kindertageseinrichtungen in Schleswig-Holstein sind lediglich 657 (37,1 Prozent) beim Kita-Portal registriert. Zahlreiche Angebote gibt es für Kiel, Lübeck und den Südosten des Landes. Aus Neumünster oder aus Eckernförde gibt es keinen einzigen Eintrag. Aus Rendsburg ist eine Kita dabei.

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Für seinen Vorstoß bekommt Garg viel Rückenwind. Der Städteverband begrüße die Pläne „außerordentlich“, betont Vize-Geschäftsführerin Marion Marx.

Auf den zusätzlichen Arbeitsaufwand weist allerdings die Arbeiterwohlfahrt (Awo) hin. Wer eine Teilnahmepflicht einführen wolle, „muss auch die strukturellen und finanziellen Voraussetzungen hierfür schaffen“, mahnt Landesgeschäftsführer Michael Selck. „Wir wollen nicht, dass die verpflichtende Einführung des Portals auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen wird.“