Kitas und Schulen: Land lockert Schnupfenplan
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Kitas und Schulen: Land lockert Schnupfenplan

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13:46 27.08.2020
Von Anne Holbach
Bislang sah die Regelung des Landes während der Corona-Pandemie vor, dass Kinder mit Schnupfennase erst wieder in die Kita oder die Schule durften, wenn sie 48 Stunden ohne Symptome waren. Quelle: Nicolas Armer/dpa
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Kiel

Mit Blick auf die kommende Erkältungszeit haben Gesundheits- und Bildungsministerium ihren Schnupfenplan angepasst. Wenn ein Kind nur eine laufende Nase, einen einfachen Schnupfen oder Halskratzen hat, dürfen Eltern es nun wieder in die Schule oder den Kindergarten schicken.

„Wichtig ist, dass dies Empfehlungen sind, Eltern aber eine verantwortliche Entscheidung für ihr Kind treffen wie in vorigen Jahren auch“, so Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP). Nach den ersten Schulwochen sollen Eltern mit der überarbeiteten Version des Schnupfenplans das Signal bekommen, „dass einfache Schnupfensymptome, wie sie im Herbst vermehrt auftreten, kein Grund sein müssen, dass Kinder nicht am Präsenzunterricht in Schulen teilnehmen“, so Bildungsministerin Karin Prien (CDU). Nach der Rückkehr aus den Sommerferien und der Problematik der Reiserückkehrer sei es wichtig, Verdachtsfälle an Schulen durch Kinder mit Erkältungssymptomen zu minimieren.

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Wenn andere Symptome dazu kommen, sollen Kinder allerdings für mindestens 24 Stunden zur Beobachtung zu Hause bleiben. Das gilt für Fieber ab 38 Grad, Muskel - und Gliederschmerzen, trockenen Husten und Halsschmerzen oder für den Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns. Dann sei es auch sinnvoll, telefonisch Kontakt zum Haus- oder Kinderarzt aufzunehmen.

Zum Download: Schnupfenplan der Landesregierung

Schnupfenplan (75 kB)

Geschwisterkinder ohne Symptome dürfen in die Kita

Der Arzt muss dann entscheiden, ob ein Corona-Test notwendig ist. Wenn er einen Abstrich durchführt, darf das Kind erst wieder nach einem negativen Ergebnis in die Kita oder die Schule zurückkehren.

Für Geschwisterkinder gilt, dass sie die Einrichtungen weiter besuchen dürfen, wenn sie über keine Symptome klagen. Abstandsgebote zu Erkrankten sollten aber wo immer möglich beachtet werden, auch im häuslichen Umfeld, empfehlen die Ministerien.

Kinderärzte klagen über volle Praxen

Kinderärzte im Land hatten in den vergangenen Tagen auf die enorme Belastung für ihre Praxen durch die bisherige 48-Stunden-Regelung hingewiesen. Weil Eltern ihre Kinder bereits bei einer laufenden Nase daheim behalten und sich für deren Betreuung eine Krankschreibung für den Arbeitgeber besorgen mussten, verstopften sie mit fast gesunden Kindern die Wartezimmer.

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