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Schleswig-Holstein Vom TV-Millionär zum Obdachlosen
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10:00 13.05.2017
Von Karen Schwenke
Luxus pur: Die Müllers präsentierten sich im Fernsehen geradezu als Parodie auf eine steinreiche Familie. Wie viel Vermögen sie wirklich hatte, ist umstritten. Quelle: RTL2
Kiel

Als Kölner Millionärsfamilie gingen sie 2013 durch die Medien, gaben sich im Fernsehen als Mitglieder der High Society und wurden in der „Bild“-Zeitung mit den Worten zitiert, sie würden ihre Millionen im Ausland anlegen. Heute sind die Müllers quasi obdachlos, leben getrennt und kämpfen jeweils für sich und einen der beiden gemeinsamen Söhne um Hartz IV und Obdach. Die 48-Jährige lebt mit dem 16-Jährigen in einem Obdachlosenasyl in Owschlag. Ihr 56-jähriger Ex-Partner ist mit dem zwölfjährigen Sohn in Kiel ohne festen Wohnsitz und streitet sich mit der Stadt und dem Jobcenter vor Gericht.

„Wir sind arm und absolut nicht freiwillig in dieser Situation“, sagt Nicole Müller, und ihr Ex-Partner ergänzt: „Wir haben nichts mehr, allerdings ist es schwer, das zu beweisen.“ Den Müllers wird offenbar ihre Vergangenheit zum Verhängnis: „Egal bei welcher Behörde wir um Hilfen bitten, man glaubt uns nicht.“ Nach Recherchen dieser Zeitung sind die Behörden in der Tat skeptisch und nicht bereit, Transferleistungen an Andreas Müller zu zahlen, ohne zuvor die Gerichte entscheiden zu lassen. So beschloss das Verwaltungsgericht in Schleswig, nachdem Andreas Müller im April einen Eilantrag gestellt hatte, dass die Stadt Kiel ihm und seinem Sohn „zur Behebung ihrer Obdachlosigkeit eine Unterkunft zuzuweisen“ hat.

Die Stadtverwaltung will sich zu dem Fall öffentlich nicht äußern. Auch das Jobcenter in Kiel hält sich mit Verweis auf den Datenschutz zurück: „Eine allgemeine Aussage wird der Komplexität des Sachverhaltes nicht gerecht.“

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