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Schleswig-Holstein Finanzierung der Ausbildungskosten steht
Nachrichten Schleswig-Holstein Finanzierung der Ausbildungskosten steht
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15:57 19.12.2018
Eine Hebamme hört in ihrer Praxis mit einem CTG die Herztöne eines Babys ab.  Quelle: Uli Deck/dpa (Symbolfoto)
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Kiel

Damit sei künftig nicht nur die Ausbildung für die 2770 angehenden Pflegekräfte und die Hebammen schulgeldfrei, sondern auch für die etwa 400 Auszubildenden in den Gesundheitsfachberufen an den Kliniken.

Für jeden stationären und teilstationären Behandlungsfall fließen im nächsten Jahr 123,46 Euro in den Ausbildungsfonds – fast 20 Euro mehr als 2018. So wird auch die Ausbildung der Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Diätassistenten und medizinisch-technischen Radiologieassistenten vollständig finanziert, deren Schulen Krankenhäusern angegliedert sind.

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Abschaffung des Schulgeldes sichert Attraktivität

Nunmehr sei die Gleichbehandlung aller Auszubildenden in diesen Berufen sichergestellt, hieß es. Der Landtag hatte in der vorigen Woche die Voraussetzungen für die Schulgeldfreiheit für Azubis in den Gesundheitsfachberufen geschaffen, deren Schulen nicht an ein Krankenhaus angegliedert sind. Für die Krankenhausgesellschaft und die Krankenkassen sei die vollständige Abschaffung des Schulgeldes ein ganz wichtiger Faktor, um mehr Fachkräfte gewinnen zu können.

Auch Gesundheitsminister Heiner Garg sieht das so. "Dies ist der nächste Schritt, um die Attraktivität Schleswig-Holsteins für die Gesundheitsberufe weiter zu erhöhen", sagte der FDP-Politiker nach der Einigung zwischen Kliniken und Kassen. Das Ministerium hatte die Krankenhäuser mit angeschlossenen Ausbildungseinrichtungen für Therapieberufe aufgefordert, die vollständige Finanzierung der Ausbildung im Budget 2019 mit den Krankenkassen zu verhandeln.

Im November hatten hunderte Betroffene vor dem Landeshaus protestiert. 

Von dpa