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Schleswig-Holstein Premiere für Blue Eye in Travemünde
Nachrichten Schleswig-Holstein Premiere für Blue Eye in Travemünde
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08:00 28.08.2018
Von Frank Behling
Das Kreuzfahrtschiff "Le Lapérouse" hat eine Lounge mit zwei großen Unterwasserfenstern. Donnerstag ist das brandneue Schiff in Travemünde.  Quelle: Frank Behling
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Lübeck

Tief unter Wasserlinie hat die „Le Lapérouse“ im Bug zwei Panoramafenster. Wie große Walaugen sind sie geformt, von einer Lounge mit Multimedia-Technik können Passagiere durch die Blue Eyes die Unterwasserwelt betrachten. Der Unterwasserarchitekt Jacques Rougerie, ein begeisterter Seefahrer, hat die Lounge und die beiden Fenster entworfen. Hydrophone und Kameras übertragen darüber hinaus Geräusche und Bilder der Meeresumwelt ins Schiff. Die Anordnung der beiden großen Fenster 2,5 Meter unter der Wasseroberfläche ermöglicht, so verspricht es die Reederei, auch in trüben Gewässern einen Blick mitten ins Meer.

Lübeck im Visier exklusiver Schiffe

Lübeck hat in den vergangenen Jahren den Anschluss an die Entwicklung der Kreuzfahrthäfen verpasst. Während Kiel und Rostock vom Boom des Seereiseverkehrs profitieren, zählt die Stadt in diesem Jahr nur 18 Schiffsbesuche. Ein Grund ist die enge Zufahrt zur Trave. Nun aber kehrt sich der Nachteil in einen Vorteil um. Reedereien mit exklusiven Schiffen beginnen damit, Kurs auf Lübeck zu nehmen.

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Um 8 Uhr morgens soll der Neubau am Donnerstag in Travemünde festmachen. Um 18 Uhr geht es weiter nach Kiel zum Nord-Ostsee-Kanal, der Freitag passiert wird. „Die ,Le Lapérouse’ ist das erste von sechs neuen Passagierschiffen einer Klasse, die sich durch ihre Exklusivität und eine familiäre Atmosphäre auszeichnen“, sagt Jean Emmanuel Sauvée.

Mit der „Le Lapérouse“ ist jetzt das sechste Schiff in Dienst gestellt worden. Sechs weitere sollen in den nächsten drei Jahren folgen. „Wir wollen 2021 Marktführer für Seereisen im Segment der Expeditionsschiffe werden“, sagte Sauvée.

In Norwegen gebaut

Die Größe der Ponant-Schiffe ist ein besonderes Merkmal. Mit 131 Metern Länge, 18 Metern Breite und nur 9920 BRZ gehört die „Le Lapérouse“ zu den Schiffen für exklusive Ziele. Gebaut hat das Schiff die Vard Werft in Norwegen.

Lübeck ist ein Hafen, der optimal für uns ist und gut ins Programm passt“, sagt Stefanie Vollmuth, die Deutschland-Chefin der Reederei Ponant. Von der Trave geht es weiter nach Harlingen in den Niederlanden – ebenfalls ein Hafen, der so gar nicht auf der Liste der großen Kreuzfahrtreedereien steht.

Das Kreuzfahrtschiff "Le Lapérouse" gehört zu einer neuen Klasse von kleineren Kreuzfahrtschiffen. Gebaut in Norwegen und bestimmt für exklusive Reisen des französischen Veranstalters Ponant.