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Schleswig-Holstein Land will Vorreiter werden
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18:49 20.03.2019
Von Anne Holbach
Auf verschiedenen Panels wurde auf der Konferenz die Rolle von künstlicher Intelligenz in Wirtschaft, Bildung und Gesellschaft beleuchtet. Quelle: Thomas Eisenkrätzer
Kiel

Im Land gebe es schon viel Spitzenforschung auf dem Gebiet, so Günther. Diese müsse unterstützt und ausgebaut werden, damit der Norden nicht den Anschluss verliere. „Wir könnten sogar Vorreiter werden.“ Zugleich betonte er, dass Einzelprojekte nicht ausreichten, sondern eine EU-weite Strategie entwickelt werden müsse.

Konferenz nach 24 Stunden ausgebucht

Die Staatskanzlei hatte mit der Christian-Albrechts-Universität, der Industrie- und Handelskammer, der Digitalen Wirtschaft Schleswig-Holstein und Opencampus zu der Konferenz eingeladen. Sie sei innerhalb von 24 Stunden ausgebucht gewesen. 260 Gäste kamen. „Das ist ein sichtbares Zeichen, dass das Thema unser Land elektrisiert“, so Günther.

Geringere KI-Förderung durch Bund "fatales Signal"

Künstliche Intelligenz darf für die Zukunftsfähigkeit eines Landes nicht unterschätzt werden“, sagte Uni-Präsident Lutz Kipp. Es sei deswegen ein „fatales Signal“ aus Berlin, dass die KI-Förderung nun deutlich geringer ausfalle als zugesagt.

Die Bundesregierung hatte im November in einem Strategiepapier angekündigt, bis 2025 drei Milliarden Euro in die Erforschung und Anwendung von künstlicher Intelligenz fließen zu lassen. 100 zusätzliche KI-Professuren bundesweit waren angedacht. Nun sind im Finanzplan bis 2023 nur 500 Millionen Euro eingeplant.

Kipp fördert Landesinstitut für künstliche Intelligenz

„Wenn wir Architekten der Zukunft sein wollen, müssen wir die Tonspur verlassen und handeln, sonst verspielen wir die Gestaltungsfreiheit unseres Landes“, so Kipp. Er forderte ein eigenes Landesinstitut für künstliche Intelligenz.

„Wir reden oft zu lange und dann überholt uns die Konkurrenz“, mahnte auch Prof. Manfred Hauswirth, Leiter des Berliner Fraunhofer Instituts Fokus. Die Erkenntnisse aus der Forschung müssten in die Wirtschaft transferiert werden.

Hauswirth: Auch künstliche Intelligenz macht Fehler

Bei allem Potenzial müsse der Mensch aber kontrollierende Instanz bleiben, betonte Hauswirth. „Wir dürfen künstlicher Intelligenz keine gottähnlichen Eigenschaften zugestehen.“ Computer seien zwar in der Lage, Sprache zu verstehen, aber nicht deren Bedeutung. „Wir müssen damit leben, dass KI auch Fehler macht.“

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