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Schleswig-Holstein Küstenschutz-Chefin sieht Land gerüstet
Nachrichten Schleswig-Holstein Küstenschutz-Chefin sieht Land gerüstet
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07:28 03.01.2019
Die Wellen der Nordsee schlagen an einen Anleger. Doch Schleswig-Holsteins Küsten sind auf die diesjährige Sturmflutsaison gut vorbereitet, sagt die oberste Küstenschützerin. Quelle: Carsten Rehder/dpa
Kiel/Husum

Schleswig-Holsteins Küstenschützer wollen auch in diesem Jahr diverse Deiche neu bauen und verstärken. "Wir haben 35 Kilometer Deiche in der Planung und einige laufende und neue Baumaßnahmen", sagte die Direktorin des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN), Birgit Matelski, der Deutschen Presse-Agentur. So würden in Dagebüll die Öffnung im Deich, durch die die Bahngleise führen (Bahnstöpe), an den neuen Deich angepasst und der begonnene Deich am Hauke-Haien-Koog weiter gebaut. "Außerdem hoffen wir am Eiderdamm Süd die Baumaßnahme zu starten."

Neben den Deichen werden auch einige Warften auf Halligen verstärkt. Für drei dieser künstlichen Hügel, auf denen die Hallig-Gebäude zum Schutz vor Überflutungen stehen, sollen im April die Bauarbeiten an der Hanswarft auf Hooge, dem Treuberg auf Langeneß sowie der Norderwarft auf Nordstrandischmoor starten. "Bis dahin darf im Genehmigungsverfahren nichts schief gehen und dann sollen auch die Angebote verträglich sein", sagte Matelski.

Erderwärmung sorgt für steigende Meeresspiegel 

Nach LKN-Angaben liegt an der Nordseeküste etwa ein Viertel des Landes weniger als fünf Meter über dem Meeresspiegel und könnte so bei einer extremen Sturmflut überschwemmt werden - an der Ostseeküste sind es drei Meter. Um überflutungsgefährdete Gebiete zu schützen gibt es in Schleswig-Holstein auf 433 Kilometern Länge Landesschutzdeiche.

Steigende Meeresspiegel durch die Erderwärmung seien Themen, die Schleswig-Holstein konkret beträfen. Es sei wichtig, dass an dem Zwei-Grad-Ziel, besser noch dem 1,5-Grad-Ziel, festgehalten und dieses auch erreicht werde, sagte die LKN-Chefin. "Da wird die Zeit knapp!"

Grasnabe hat im Sommer gelitten

Grundlage für das Handeln ihrer Behörde sei der Bericht des Weltklimarats IPCC, der Aussagen zum Meeresspiegelanstieg macht. Es sei im Herbst 2019 mit einem Sonderbericht über die Ozeane und die Kryosphäre (Eisschmelze) in einem sich wandelnden Klima zu rechnen. "Auf die dann aktualisierten Aussagen zum Meeresspiegelanstieg bin ich sehr gespannt."

Auf die diesjährige Sturmflutsaison sieht die LKN-Chefin, die seit September 2018 im Amt ist, Schleswig-Holsteins Küsten gut vorbereitet. «Die Deiche befinden sich in einem guten und wehrhaften Zustand.» Sie seien sicher gegen Sturmfluten. Sorge machte den Küstenschützern im Sommer die Grasnabe - also die grüne Deichabdeckung - die unter der Sommerhitze sehr gelitten hat. "Glücklicherweise hat sich das Gras aber nach dem ersten Regen sehr schnell erholt."

Von RND/dpa

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