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Schleswig-Holstein Rätsel um Kunststoffteilchen gelöst
Nachrichten Schleswig-Holstein Rätsel um Kunststoffteilchen gelöst
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17:11 05.03.2018
An der Schlei wurden große Mengen an winzig kleinen Kunststoffteilchen angeschwemmt. Quelle: Ronald Cymara (Symbolfoto)
Schleswig

Aus der Kläranlage in Schleswig sind in den vergangenen Monaten unbemerkt und unabsichtlich große Mengen an kleinen Kunststoffteilchen in die Schlei gelangt. Dies sagte der Geschäftsführer der Stadtwerke Schleswig, Wolfgang Schoofs, am Montag. „Wenn wir der Schlei Schaden zugefügt haben, werden wir diesen auch beheben“, versprach er. Man habe mit der Reinigung der betroffenen Ufergebiete bereits begonnen.

Thorsten Roos, zuständig beim Kreis Schleswig-Flensburg für Naturschutz, sagte, es seien Besorgnis erregend große Mengen kleinste Kunststoffteilchen im Gewässer. Von der Belastung wisse sein Fachbereich seit 2016. Allerdings sei es lange nicht möglich gewesen, den Verantwortlichen zu identifizieren.

Qualität des Wassers sei hervorragend

An das Klärwerk habe niemand gedacht, sagte Roos - wegen des mehrere Meter dicken Sandfilters, der eigentlich alle Feststoffe rausfiltern soll, und weil die Qualität des Wassers, das aus der Kläranlage in die Schlei geleitet werde, hervorragend sei.

Die Kunststoffreste stammen vermutlich aus zerkleinerten Speiseresten, die dem Faulschlamm zugeführt wurden. Dieser wird später zur Energiegewinnung genutzt. Der Zulieferer der Speisereste habe vermutlich Kunststoffverpackungen mitgeschreddert, sagte Schoofs.

Die Zufuhr von Speiseresten zum Faulschlamm sei daher eingestellt worden. Zudem hätten die Stadtwerke das Filtrationssystem verbessert sowie eine Art Ölsperre vor den Auslauf in die Schlei gesetzt. Auch würden die Ufer gesäubert. „Was wir tun können, werden wir auch tun.“

Von dpa

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