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Schleswig-Holstein Züchter reicht Klage ein
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07:00 01.10.2018
Von Thorsten Geil
Auf dem Trakehner Markt präsentierte sich der dunkelbraune Millennium-Sohn noch tadellos: Kaiser Milton wurde im vergangenen Jahr in Neumünster zum Sieger erkoren und wechselte für einen Spitzenpreis von 320.000 Euro den Besitzer. Quelle: Stefan Lafrentz
Neumünster

Der Rappe Kaiser Milton überstrahlte beim Hengstmarkt 2017 in den Holstenhallen in Neumünster alle seine Konkurrenten und wurde unumstrittener Sieger. Bei der Auktion bekam der renommierte Züchter Burkhard Wahler vom Klosterhof Medingen in Bad Bevensen (Niedersachsen) für stolze 320.000 Euro den Zuschlag. An dem Sonntag tänzelte der Hengst noch tadellos umher, doch als er einen Tag später auf Wahlers Gestüt in der Lüneburger Heide vom Hänger stieg, war er lahm.

Ärzte diagnostizierten Fesselträgerschaden

Wahler brachte ihn in eine Pferdeklinik und ließ ihn erneut untersuchen. Diagnose: Kaiser Milton hat an beiden Vorderbeinen einen sogenannten Fesselträgerschaden. Das ist eine Sehnenverletzung, die eine Sportkarriere für den Hengst zumindest in Frage stellt und seinen Wert deutlich senkt. Ob die Verletzung vorher übersehen wurde, ob nach der Auktion oder beim Transport etwas passiert ist, ist ungeklärt.

Der Käufer reklamierte und zahlte nicht

Burkhard Wahler reklamierte den Hengst augenblicklich beim Trakehner-Verband, schaltete einen Anwalt ein und überwies den Kaufpreis nicht. Er will das Geschäft rückabwickeln. Bis Weihnachten 2017 stand Kaiser Milton in der Pferdeklinik. Dann lahmte er nicht mehr und ging ab Januar ins Aufbautraining, doch es soll immer wieder Phasen geben, in denen das Tier doch lahmt. Die Hengstleistungsprüfung hat er vor zwei Wochen allerdings bestanden. Zudem wird Kaiser Milton bereits als Deckhengst genutzt. Züchter können den Samen des Tieres für 900 Euro pro Portion (tiefgefroren 600 Euro) bestellen. 

Züchter will endlich Geld sehen

Der Verkäufer, ein niederländischer Züchter, hat Klage eingereicht: Sein Pferd steht in Deutschland, aber er hat noch keinen Cent gesehen. „Wir als Verband stehen dabei auf der Seite des Züchters. Aber das ist natürlich eine sehr unangenehme Sache“, sagt Lars Gehrmann, Zuchtleiter und Geschäftsführer des Trakehner Verbands mit Sitz in Neumünster. Wahler wollte sich zu dem schwebenden Verfahren nicht äußern.

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