Landes-Wettbewerb sucht die beste Schule des Jahres in Schleswig-Holstein
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Schleswig-Holstein Gesucht: Die beste Schule des Jahres
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08:27 28.10.2019
Wer versteht was von Demokratie? Das Land sucht die beste Schule des Jahres. Quelle: Daniel Reinhardt
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Kiel

Dieses Mal steht der Wettbewerb passend zum Jahr der politischen Bildung unter dem Motto „Demokratiebildung in Schule und Unterricht“. „Mit dem Preis wollen wir herausragende Leistungen schleswig-holsteinischer Schulen in besonderer Weise würdigen“, sagt Bildungsministerin Karin Prien (CDU). Ausgezeichnet werden Bildungseinrichtungen, die besondere Maßstäbe für eine erfolgreiche Schulpraxis setzen und besondere Impulse für die Schulentwicklung geben. Der erste Preis ist mit 12.000 Euro dotiert, die zweitbeste Schule erhält 8000 Euro und der Drittplatzierte 6000 Euro.

„Gemeinsam mit unseren Partnern wollen wir mit dem Schulpreis zeigen, dass wir in Schleswig-Holstein viele engagierte Schulen haben, die gute Arbeit leisten“, sagte Gesa Ramm, Direktorin des Instituts für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH). „Ich möchte die Schulen daher noch einmal ermuntern, an diesem Wettbewerb teilzunehmen. Als langjähriges Jurymitglied weiß ich, dass die damit verbundene Evaluation des eigenen schulischen Angebots im Sinne einer kritischen Bestandsaufnahme immer auch dazu führt, sich der eigenen Stärken bewusst zu werden.“ Dies motiviere alle Beteiligten und stärke die Schulgemeinschaft. Zudem werde die Schule öffentlich stärker positiv wahrgenommen.

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Land vergibt erstmals auch einen Sonderpreis

Zusätzlich hat Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) in diesem „Jahr der politischen Bildung“ noch einen mit 5000 Euro dotierten Sonderpreis für ein „kreatives und zukunftsweisendes Einzelprojekt im Bereich der Demokratieförderung“ ins Leben gerufen. „Dieser Sonderpreis bietet eine tolle Möglichkeit, innovative Schulen auszuzeichnen, die Schüler aktiv mit in das Schulgeschehen einbinden und so das Demokratieverständnis der Jugendlichen fördern“, sagt Günther. „Ich würde mich freuen, wenn die Förderung dieser Schulen andere Schulen inspirieren würde, auf diesem Weg mitzugehen.“

Hier geht es zur Teilnahme

Schulen können sich noch bis zum 10. November 2019 bewerben, und zwar unter: www.leonie-sh.de/27f7

Der Sonderpreis biete aus Sicht der Landesregierung auch eine gute Möglichkeit, die Leitziele der politischen Bildung von Jugendlichen und der Digitalisierung miteinander zu verbinden. Den Preis kann auch eine Schule erhalten, die in der Gesamtschau nicht an der Spitze liegt, dafür aber mit einem Einzelprojekt extrem heraussticht.

Eine Jury sucht die besten zehn Schulen aus

Seit 2014 verleiht das Land den Preis alle zwei Jahre. Das Ministerium arbeitet dabei mit dem IQSH, Hochschulen, Wirtschaftsverbänden und weiteren Partnern zusammen. Zuletzt wurde die Gemeinschaftsschule Neumünster-Brachenfeld prämiert. Zuvor holten sich die Gemeinschaftsschule Harksheide und die Lübecker Geschwister-Prenski-Schule den Titel.

Wer sich „Schule des Jahres“ nennen darf, entscheidet eine Jury. Sie setzt sich aus Vertretern von Universitäten, Verbänden, Schulleitungen sowie Landeseltern- und Landesschülervertretungen zusammen. Die Jury nominiert im Januar 2020 bis zu zehn Schulen, die sie im Februar und März besucht und bewertet. Auf dieser Grundlage wählt sie dann drei Gewinner aus. Im Juni übergibt Prien den Schulpreis im Rahmen eines Festaktes im Kieler Landeshaus.

Im Rennen um den Titel sind bislang die Kieler Grundschule Russee, die Timm-Kröger-Schule aus Neumünster und die Schule Hohe Geest aus Hohenwestedt. Auch Schulen aus Lübeck und Heide haben bereits ihre Bewerbung eingereicht.

Von Christian Von Risch

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