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Schleswig-Holstein Günther zum Parteichef wiedergewählt
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18:09 27.11.2018
Von Christian Hiersemenzel
Daniel Günther auf dem CDU Landesparteitag in Neumünster. Quelle: Frank Peter
Neumünster

Allerdings gaben von 260 anwesenden Delegierten nur 234 ihre Stimme ab. Darunter waren drei ungültige Stimmen und vier Enthaltungen. 19 Delegierte stimmten mit Nein, 208 mit Ja.

Stellvertretende Landesvorsitzende sind Fraktionschef Tobias Koch (85,2 Prozent), die nordfriesische Bundestagsabgeordnete Astrid Damerow (75,7 Prozent), Bildungsministerin Karin Prien (73,2 Prozent) und Junge-Union-Chef Tobias Loose (72,7 Prozent).

„Wir machen jetzt als Schleswig-Holstein auch einen auf dicke Hose“

Zuvor hatte Günther seinen Anspruch betont, auch weiterhin bundesweit wahrgenommen zu werden. Die Nord-Union sei in der Vergangenheit zu bescheiden aufgetreten und habe sich zu oft weggeduckt. „Wir machen jetzt als Schleswig-Holstein auch einen auf dicke Hose“, sagte er in einer Rede. Im Landesverband hob mancher die Augenbrauen – weniger wegen des Inhaltes als wegen der Wortwahl. Dem 45-jährigen Landesvater könne man solche Kraftausdrücke aber auch im konservativen Milieu nicht übel nehmen, hieß es. Er werde seinen Stil durchziehen, sagte Günther. Auch wenn dies bedeute, mit einer klaren Haltung hin und wieder anzuecken.

Daniel Günther schwört seine CDU ein

Günther schwor seine Partei darauf ein, sich inhaltlich nicht zu verzetteln, sondern sich auf die wirklich wichtigen Zukunftsthemen zu konzentrierten. Es gehe um eine Beseitigung des Fachkräftemangels und die nötige Digitalisierung, kurz: um die Sicherung des Wohlstands. Spätestens seit seinem China-Besuch im September wisse er, dass Deutschland Gas geben müsse, um mit der Entwicklung standzuhalten. „Jedenfalls darf es nicht 30 Jahre dauern, um eine Autobahn zu bauen.“ Dazu erhielt Günther breiten Applaus.
Umso verhaltener reagierten die Delegierten‚ als der Parteichef die Gleichberechtigung anmahnte. Mehr Frauen in CDU-Führungspositionen? „Da klatschen noch immer nicht genügend Leute“, rief Günther dem Parteitag zu. Den stereotypen Hinweis, dass doch die Qualität entscheiden müsse, halte er jedenfalls für ein Scheinargument. Es sei bei Männern wie bei Frauen: Wer gute Leute haben wolle, müsse sie fördern. „Und wenn wir keine Quote wollen, müssen wir bei der Beteiligung von Frauen besser werden.“

Erstmeldung: Günther bleibt in SH der CDU-Chef

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