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Schleswig-Holstein Landgericht Bremen berät über Herausgabe der „Gorch Fock“
Nachrichten Schleswig-Holstein Landgericht Bremen berät über Herausgabe der „Gorch Fock“
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10:39 18.06.2019
Das Landgericht Bremen berät über die Herausgabe des Marineschulschiffs „Gorch Fock“. Quelle: Mohssen Assanimoghaddam/dpa
Bremen

Das Landgericht Bremen berät am Dienstag über einen Eilantrag des Bundes gegen die Bredo-Werft auf Herausgabe des Marineschulschiffs „Gorch Fock“. Der Traditionssegler liegt bei der Werft in Bremerhaven im Dock. Eigentlich soll Bredo den Rumpf am Freitag wieder ins Wasser lassen. Die Werft will das Schiff aber als Pfand behalten, wenn der Bund nicht offene Rechnungen von 5,1 Millionen Euro bezahlt.

„Die Zurückbehaltung ist ein übliches Verfahren im Rahmen von Insolvenzen“, sagte Bredo-Geschäftsführer Dirk Harms. „Insofern warten wir die juristischen Beratungsgespräche im Landgericht zunächst ab und hoffen weiterhin auf eine einvernehmliche Lösung.“

Hier sehen Sie aktuelle Bilder der "Gorch Fock"

Marine besteht auf Verfügung über „Gorch Fock

Die Marine besteht darauf, dass sie wieder die Verfügung über die „Gorch Fock“ bekommt. Sie argumentiert, dass die Dockunterbringung bereits beim Generalunternehmer, der Elsflether Werft, bezahlt worden sei. Die ist allerdings insolvent. Die Einnahmen von der Marine sind zum Teil verschwunden.

Sanierung kostet bereits mehr als 70 Millionen Euro

Bei der Sanierung des Schiffs sind die Kosten davongelaufen. Statt 10 Millionen Euro wurden für die „Gorch Fock“ bereits mehr als 70 Millionen Euro ausgegeben. Als Endsumme werden 135 Millionen Euro erwartet. Das Debakel beschäftigt mittlerweile die Staatswaltschaft sowie mehrere Gerichte und ist politisch eine Belastung für Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU).

Das muss alles saniert werden:

Hier sehen Sie, was alles an der "Gorch Fock" erneuert werden muss.

Neben den gerichtlichen Schritten gibt es aber auch noch Gespräche, um den Streit gütlich beizulegen. „Wir müssen noch ein paar Tage warten“, sagte von der Leyen in Wilhelmshaven. „Ich bitte um Verständnis, dass wir noch bis Freitag hart an der Sache arbeiten.“

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RND/dpa

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