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Schleswig-Holstein Friesenstiftung auf dem Weg
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07:21 24.09.2019
Der Landtag leitet am 24.09.2019 die Errichtung einer Stiftung für die friesische Volksgruppe ein. Quelle: Carsten Rehder/dpa
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Kiel

Nach langem Vorlauf bringt Schleswig-Holsteins Landtag die Bildung einer Stiftung für die friesische Volksgruppe auf den Weg. Dazu liegt ein Gesetzentwurf der Landesregierung vor, den das Parlament am Mittwochnachmittag in Erster Lesung beraten will. Regierung und friesische Volksgruppe seien sich darin einig, die Förderstruktur neu zu ordnen und hierzu eine Stiftung einzurichten, heißt es zur Begründung.

Die Gründung der Stiftung gilt als Bekenntnis des Landes zum langfristigen Schutz und zur Sicherung der friesischen Volksgruppe. Ihr Zweck soll es sein, Kunst und Kultur ebenso zu fördern wie die friesische Sprache, Volksbildung und Forschung, die Heimatpflege und das traditionelle Brauchtum. Die ersten Schritte zur Errichtung einer Friesenstiftung gehen auf das Jahr 1995 zurück. Damals wurden umgerechnet eine halbe Million Euro in die Kulturstiftung des Landes mit der Maßgabe gegeben, das Geld später einer noch zu gründenden Friesenstiftung zur Verfügung zu stellen. Vorbild ist die im Zuge der deutschen Einheit gegründete Stiftung für das sorbische Volk.

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Seit 2014 jedes Jahr fast 300 000 Euro beiseitegelegt

Seit 2014 werden für die Friesenstiftung jedes Jahr fast 300 000 Euro aus der Lotteriezweckabgabe beiseitegelegt. 2016 konkretisierten sich die Bemühungen um eine Stiftung. Eine Zusammenarbeit mit Niedersachsen zur Gründung einer Stiftung für alle Friesen in Deutschland wurde 2017 geprüft - ohne Erfolg. Sitz der Stiftung soll Kiel werden.

Ein 30 Jahre alter Wunsch der Friesen werde Realität, sagte SSW-Fraktionschef Lars Harms. Nachdem auf SSW-Initiative seit 2014 jährlich 280 000 Euro aus Lottogeldern zurückgelegt wurden, könne nun die Arbeit der Minderheit auf feste Grundlagen gestellt werden. So werde sie weiter professionalisiert. "Ein kleiner Schritt für das Land, aber ein großer Sprung für die Friesen."

Von dpa/RND

Thomas Geyer 23.09.2019
Heike Stüben 23.09.2019
23.09.2019