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Schleswig-Holstein Muss A 21-Abschnitt erneuert werden?
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18:29 21.01.2020
Von Bastian Modrow
LBV-Direktor Torsten Conradt hat keine Erklärung, wie die Löcher in die neue A 21-Fahrbahn kommen. Jetzt soll ein Experte aus Hessen Antworten liefern. Quelle: Ulf Dahl
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Kiel

Der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV) und die beiden Baufirmen unterzeichneten einen entsprechenden Schiedsvertrag. "Damit vermeiden wir ein langwieriges gerichtliches Beweissicherungsverfahren", sagte Torsten Conradt, Direktor des Landesbetriebs.

60 Löcher pro Quadratmeter auf der A21 bei Bornhöved

Ein unabhängiger Gutachter aus Hessen soll nun Licht ins Dunkel bringen. Alle bisherigen Versuche, die Ursache für die teils nur millimetergroßen Löcher in der Deckschicht zu ermitteln, scheiterten.

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Der Fall ist rätselhaft: Vor der Freigabe der Trasse im Dezember 2018 hatte es keine Beanstandungen gegeben. Erst im Frühjahr 2019 waren die Defekte augenscheinlich geworden. "Zum Teil sind 50 bis 60 Löcher auf einem Quadratmeter Fahrbahn", sagt Christoph Köster vom LBV.

Für die Straßenbauer ist der Fall auch deshalb so besonders, weil zwei unterschiedliche Firmen die Fahrbahnen gebaut haben und auch unterschiedliche Mischwerke genutzt haben. "Die Schäden sind aber auf beiden Richtungsfahrbahnen zu finden, und zwar sowohl auf Brücken, Dämmen und Boden", sagte Conradt.

Tempolimit auf der A21 bleibt bestehen

Im Frühjahr war zeitweise ein Tempolimit von 80 Stundenkilometern erlassen worden, das später auf Tempo 120 heraufgesetzt wurde. Dabei soll es zunächst bleiben. Zwar habe die Straßenwacht auf dem Abschnitt in Fahrtrichtung Norden neue Schäden entdeckt, eine Herabsetzung der Höchstgeschwindigkeit für den Verkehr sei gegenwärtig aber nicht notwendig, so Conradt.

Im Sommer soll die Expertise des Gutachters vorliegen. Im schlimmsten Fall müsste auf dem zehn Kilometer langen Teilstück der komplette Asphalt erneuert werden. Dies würde laut Landesbetrieb bis zu sieben Millionen Euro kosten. Mit den Bauarbeiten könnte Anfang 2021 begonnen werden - Dauer: jeweils sechs bis acht Wochen je Fahrtrichtung.

Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) zeigte sich mit dem gefundenen Kompromiss zufrieden: "Alles, was einer Beschleunigung des Verfahrens dient, ist gut für alle Beteiligten - vor allem aber für die zigtausend Pendler, die täglich auf dieser wichtigen Ost-West-Verbindung unterwegs sind."

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