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Schleswig-Holstein Waffe löste nicht aus: Tankstellenmitarbeiter konnte fliehen
Nachrichten Schleswig-Holstein Waffe löste nicht aus: Tankstellenmitarbeiter konnte fliehen
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11:25 03.09.2019
Von KN-online (Kieler Nachrichten)
Ein Mitarbeiter der Shell-Tankstelle im Padelügger Weg in Lübeck ist am Montagmorgen von einem 20-Jährigen mit einer Waffe bedroht worden. Es kam zu einer Auseinandersetzung. Der Mitarbeiter konnte fliehen.
Lübeck

Was einem Mitarbeiter der Shell-Tankstelle im Padelügger Weg in Lübeck am Montagmorgen widerfahren ist, möchte keiner erleben: Nachdem ein 20-jähriger Mann aus dem Kreis Stormarn sein Auto betankt hatte und ohne bezahlen davongefahren war, kehrte er zurück und betrat den Kassenbereich mit einer Schusswaffe.

"Der Tatverdächtige soll dabei den Abzug der Waffe betätigt haben, jedoch ohne, dass diese auslöste", teilten Polizei und Staatsanwaltschaft Lübeck am Nachmittag mit. Danach soll der Angreifer die Waffe mehrfach abwechselnd an die rechte und die linke Schläfe des Zeugen gesetzt und abgedrückt haben. Erneut habe die Waffe jedoch nicht ausgelöst. Der Beschuldigte habe geäußert, dass diese wohl eine Ladehemmung hatte.

20-Jähriger drückte mehrfach auf den Abzug

Der Tankstellenmitarbeiter ließ sich das nicht weiter gefallen - er setzte auf Gegenwehr. Während der körperlichen Auseinandersetzung soll der Angreifer dem Zeugen die Waffe noch mehrmals gegen den Kopf gehalten und den Abzug betätigt haben.

Diese habe jedoch weiterhin nicht ausgelöst. Darüber hinaus soll der Beschuldigte dem Geschädigten mit der Waffe jedenfalls einmal auf den Kopf geschlagen haben. Dabei zog sich der 43-Jährige eine Beule am Kopf und leichte Blessuren zu. Ansonsten blieb er körperlich unverletzt.

Tankstellenmitarbeiter floh - dann lösten sich Schüsse

Dem Opfer gelang es schließlich zu fliehen. Er stoppte ein Auto, ein Notruf konnte abgesetzt werden.

Noch bevor die Beamten die Tankstelle in Lübeck betreten und den Mann festnehmen konnten, soll dieser im Gebäudeinnern erfolgreich drei Schüsse aus der Waffe abgegeben haben. Nach derzeitigem Ermittlungsstand handelt es sich bei der eingesetzten Waffe um eine Schreckschusspistole. 

Im Tankstellenshop wurde der 20-Jährige von Polizisten vorläufig festgenommen. Bei der Festnahme leistete er Widerstand.

Tankstellenmitarbeiter zog sich eine Beule und leichte Blessuren zu

Die Staatsanwaltschaft wird den Erlass eines Untersuchungshaftbefehls wegen des dringenden Verdachts des versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung und des Haftgrundes der Fluchtgefahr beim Amtsgericht Lübeck beantragen.

Der 20-Jährige ist zu dem Tatvorwurf noch nicht vernommen worden. Ihm ist eine Pflichtverteidigerin beigeordnet worden. Ob eine Vorführung vor den Haftrichter noch am Montag erfolgen kann, steht noch nicht fest.

AKTUALISIERUNG am 3. September 2019: 20-Jähriger sitzt nach Tankstellenüberfall in U-Haft

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