Lübeck erwartet zu G7-Außenministertreffen Tausende Demonstranten
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Schleswig-Holstein Lübeck erwartet Tausende Demonstranten
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12:59 12.04.2015
Von Deutsche Presse-Agentur dpa
Foto: Lübeck bereitet sich auf den G7-Gipfel der Außenminister vor.
Lübeck bereitet sich auf den G7-Gipfel der Außenminister vor. Quelle: Markus Scholz/dpa
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Lübeck

Rund 3500 Polizisten werden im Einsatz sein, wenn am Dienstag und Mittwoch die Außenminister der führenden westlichen Industriestaaten im Europäischen Hansemuseum tagen. Gegen das Treffen in der Altstadt wollen mehrere tausend Menschen demonstrieren, auch Blockadeaktionen sind angekündigt.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) befürchtet Krawalle wie bei der Eröffnung der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt. Dagegen geht der Einsatzleiter der Polizei, Heiko Hüttmann, von einem weitgehend störungsfreien Verlauf aus. Ein Bündnis aus Anti-G7-Gruppen kündigte einen „besonnenen Protest ohne Eskalation“ an. Das Treffen dient auch der Vorbereitung des G7-Gipfels der Staats- und Regierungschefs Anfang Juni im oberbayrischen Elmau. Die Behörden befürchten, dass es dort zu Krawallen kommen könnte.

Gegen das Treffen, bei dem es unter anderem um die Ukraine, Russland und den Iran gehen soll, sind bislang ein knappes Dutzend Protestveranstaltungen angemeldet. Die wohl größte Kundgebung ist eine vom „Bündnis Stop G7“ organisierte Demonstration, die am Dienstagnachmittag durch die Altstadt zum Tagungsort ziehen soll.

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig forderte die Demonstrationsteilnehmer auf, friedlich zu protestieren. „Wer die Gastfreundschaft missbraucht, um in Lübeck zu randalieren, wird deutlich die Grenze aufgezeigt bekommen“, sagte der SPD-Politiker den „Lübecker Nachrichten“ (Sonntag).

Der GdP-Vorsitzende Oliver Malchow befürchtet angesichts der Frankfurter Ereignisse, dass es auch in Lübeck zu Ausschreitungen kommen könnte. Die Polizei werde sich auch auf Gewalt einstellen, sagte Malchow der Deutschen Presse-Agentur. „Würde man das nicht tun, wäre man auch naiv“, sagte der GdP-Chef.