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Schleswig-Holstein Lübeckerin wollte Ehemann vergiften
Nachrichten Schleswig-Holstein Lübeckerin wollte Ehemann vergiften
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20:20 20.12.2017
Die Angeklagte hatte bereits im Ermittlungsverfahren gestanden, ihrem Mann Gift ins Essen gemischt zu haben. Quelle: Markus Scholz (Symbol)
Lübeck

Das Chili con Carne war vermischt mit zerkleinerten Samenkapseln des Zerberusbaumes, der wegen seiner giftigen Samen auch als Selbstmordbaum bezeichnet wird.

Der 57 Jahre alte Ehemann überlebte den Anschlag. Er ist inzwischen von der Angeklagten geschieden und tritt in dem Prozess als Nebenkläger auf. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Angeklagte sich in einen anderen Mann verliebt hatte. "Sie wollte sich ihres Ehemannes entledigen, um die Kosten für eine Scheidung zu sparen", sagte Staatanwältin Ann-Sofie Portius am Mittwoch. 

Tat war sorgfältig vorbereitet

Die Angeklagte, eine Floristin aus Dahme im Kreis Ostholstein, habe die Tat sorgfältig vorbereitet, heißt es in der Anklage. Aus ihrem Blumenladen nahm sie einige Tage vor der Tat die etwa zehn Zentimeter langen nussartigen Samenkapseln des Zerberusbaumes mit. Die Früchte werden in der Floristik als Dekoration verwendet. Sie aber zerbröselte sie und mischte sie unter das Essen, das sie ihrem Mann vorsetzte. Sie selbst nahm unter dem Vorwand, keinen Hunger zu haben, nichts davon. 

Festnahme erfolgte fast zwei Jahre später

Dem Ehemann fiel zwar der seltsam bittere Geschmack des aufgewärmten Chilis auf, dennoch aß er es auf. Wenig später musste er sich übergeben, bekam starken Durchfall und andere Vergiftungssymptome. Tatsächlich wurden in seinem Blut und Urin Spuren des Gifts gefunden. Aber erst im Juli 2017 wurde seine Frau festgenommen, sie sitzt seither in Untersuchungshaft.

Die Angeklagte hatte bereits im Ermittlungsverfahren gestanden, ihrem Mann Gift ins Essen gemischt zu haben. Sie wolle sich auch weiterhin zu den Vorwürfen äußern, sagte sie am Mittwoch. Die Verhandlung wird am 11. Januar fortgesetzt. 

Von dpa

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