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Schleswig-Holstein Mann (36) zog Messer und randalierte im Zug
Nachrichten Schleswig-Holstein Mann (36) zog Messer und randalierte im Zug
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12:55 14.01.2019
Von KN-online (Kieler Nachrichten)
Polizei und Bundespolizei rückten zu einem Einsatz in Büchen aus. In einem Regionalexpress randalierte ein 36-Jähriger. Zuvor zog er ein Messer. Quelle: Patrick Pleul dpa
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Büchen

Am Sonntag kurz nach 14 Uhr, wurde die Bundespolizei telefonisch darüber informiert, dass im Regionalexpress von Büchen nach Hamburg ein Mann bei der Kontrolle durch den Zugbegleiter ein Messer gezogen haben soll. Aus Sicherheitsgründen verließen die 25 Reisenden und das Zugpersonal daraufhin den Zug. Die Landespolizei schickte drei Streifenwagen zum Bahnhof Büchen, die Bundespolizei Kiel rückte mit Sonderrechten aus.

Der 36-jährige Beschuldigte hielt sich nach Informationen der Polizei weiterhin im Zug auf und fing an, Gegenstände aus dem Zug zu werfen, die ihm in die Hände gerieten. Darunter waren Fahrräder und Gepäckstücke aber auch von einigen Reisenden mitgeführte Musikinstrumente (zwei Cellos sowie eine Bratsche). Diese wurden durch die rabiate Behandlung, wie sich im Nachhinein bei der Schadensaufnahme herausstellte, stark beschädigt bzw. zerstört. Insgesamt entstand ein Sachschaden von ca. 14000 Euro.

Randalierer war betrunken - er hatte 1,17 Promille

Die Beamten der Landespolizei waren schnell vor Ort, überzeugten den Mann davon, das Messer abzulegen und nahmen ihn nach Fesselung zur weiteren Sachverhaltsaufnahme mit in die Dienststelle. Die 25 Reisenden und die Zugbesatzung konnten nach Sachverhalts- und Personalienaufnahme wieder in den Zug einsteigen und ihre Reise fortsetzen.

Der 36-jährige Beschuldigte leistete keinen Widerstand, eine Atemalkoholkontrolle in der Polizeistation ergab einen Wert von 1,17 Promille. Auf die Frage der Beamten, warum er das Messer gezogen und anschließend randaliert habe, sagte er lediglich "...weil ich es kann." - weitere Angaben machte er nicht. Der Sachverhalt und die Person wurden zuständigkeitshalber an die Bundespolizei übergeben. Nach Anzeigenaufnahme wurde der 36-jährige aus dem Polizeigewahrsam entlassen - das "böse Erwachen" in Form der Schadenersatzforderungen wird folgen.