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Schleswig-Holstein Mehr Bio in Restaurants und Kantinen
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07:00 11.01.2019
Von Heike Stüben
Morlen Heinemann hat in ihrem vegetarisch-veganen Bistro und Café Mmhio in Kiel von Anfang an auf Biolebensmittel gesetzt. Die Volkswirtin bereut es nicht:  "Es ist deutlich spürbar, dass sich immer mehr Menschen gesund und nachhaltig ernähren wollen. Auf 100 Prozent Bio zu setzen, hat sich als richtig erwiesen." Quelle: eis - Thomas Eisenkrätzer
Kiel

Biolebensmittel sind in der Außerhausverpflegung unterrepräsentiert, hat auch das Bundesministerium für Ernährung festgestellt. Von den 225000 gastronomischen Betrieben in Deutschland nutzen nur zwei bis drei Prozent regelmäßig Bio-Produkte. Das wird weniger mit höheren Preisen als mit dem bürokratischen Aufwand begründet.

Hoher Aufwand bei einzelnen Gerichten

Bio und Öko sind geschützte Begriffe. Wer sie benutzt, muss sich der Kontrollsystematik der EG Öko-Verordnung unterwerfen: Lückenlose Nachweise, Zertifizierung, regelmäßige Kontrollen. Und der Aufwand ist besonders hoch, wenn nur einzelne Gerichte als bio ausgewiesen werden. Dann müssen die Zutaten dafür klar gekennzeichnet und separat gelagert werden.

"Lösung: 100 Prozent bio"

Morlen Heinemann setzt in ihrem Café und Bistro, dem MMHIO, in Kiel deshalb komplett auf Bio. "Ich selbst habe mich, dank meiner Mutter, von klein auf von biozertifizierten Lebensmittel ernähren können. Ich bin davon überzeugt, dass jeder vermehrt nachhaltig angebaute Lebensmittel konsumieren sollte. Wenn nicht aus Überzeugung für unsere Umwelt, dann doch für den eigenen Körper und die eigene Gesundheit." Der Zertifizierungsaufwand hat sie nie geschreckt. " Der sei bei reinen Bio-Betrieben und guter Buchführung kein Problem.

Bio-Gastronomie soll leichter werden

Doch die allermeisten Gastronomiebetriebe scheuen solch einen kompletten Umstieg. Ihnen will Umweltminister Albrecht (Grüne) deshalb den Weg ebnen - und damit Umwelt und Klima schonen. Auf Initiative von Schleswig-Holstein hat die Agrarministerkonferenz bereits beschlossen, die Zertifizierung von Außerhausverpflegung zu vereinfachen. Und es wird geprüft, ob man das dänische Modell übernehmen kann.

In Dänemark geht's einfacher

In dem Königreich gibt seit 2009 das "Bio Cuisine Logo", und zwar in drei Stufen: Für das Bronze-Siegel muss mindestens 30 Prozent bio sein, für Silber 60 Prozent und für Gold mindestens 90 Prozent. Der Anteil kann sich entweder auf die Kosten oder das Gewicht der Biolebensmittel im Verhältnis zu konventionellen Zutaten beziehen.  Vorreiter ist Kopenhagen: Dort sollen bereits 90 Prozent der Gastronomien das Logo haben.

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