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Schleswig-Holstein Mehr Blitzer auf der Rader Hochbrücke
Nachrichten Schleswig-Holstein Mehr Blitzer auf der Rader Hochbrücke
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14:27 28.12.2018
Von Ulf Billmayer-Christen
Die neuen Blitzer an der Rader Hochbrücke sollen mit der Wind-Warnanlage verbunden werden. Quelle: Markus Scholz/dpa
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Rendsburg

"Wir wollen mit den neuen Anlagen den Verkehr auf der beschädigten Autobahnbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal weiter entschleunigen und und zugleich eine Erfassungslücke schließen", sagte Rohlfs. Hintergrund: Die vier Zusatz-Einrichtungen (jeweils Kamera, Blitzgerät und Kontaktschleife) an der Rader Hochbrücke sollen mit der Wind-Warnanlage verbunden sein und so auch erkennen können, welches Tempolimit für PKW gerade gilt. Im Normalfall sind 100 Stundenkilometer erlaubt, bei starkem Wind 80 und bei Sturm 60.

Zwei Blitzer an der Rader Hochbrücke sind scharf gestellt

Die bisher eingesetzten vier Säulen an der Rader Hochbrücke, von denen zwei scharf gestellt sind, haben keine Verbindung zur Wind-Warnanlage. Folge: Raser, die bei Starkwind oder Sturm unterwegs sind, müssen in vielen Fällen nur ein Bußgeld fürchten, wenn sie deutlich schneller als 100 fahren.

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Außenvor sind auch Fahrzeuge aus Dänemark. Das Königreich hat ein EU-Abkommen zur Verfolgung etwa von Temposündern bisher nicht ratifiziert.

Spitzenwert: Mit 200 km/h über die Rader Hochbrücke

Von Januar bis November 2018 wurden 32.595 Temposünder angezeigt, davon gut ein Drittel LKWs. Sie dürfen auf der Rader Hochbrücke unabhängig vom Wetter nur 60 Stundenkilometer fahren, um das marode Bauwerk vor Schwingungsschäden zu schützen. Zu schnell unterwegs waren auch 202 Gefahrguttransporter.

Spitzenreiter waren in den vergangenen Wochen drei Autofahrer, die jeweils mehr als 200 auf dem Tacho hatten. Rekordhalter ist ein Autofahrer, der 2016 mit 224 Stundenkilometern geblitzt wurde.Seit Beginn der Blitzaktion auf der Hochbrücke im Herbst 2015 wurden insgesamt 55 Millionen Fahrzeuge erfasst. Gegen 111.000 Fahrer wurden Anzeigen erstattet.

Tanja Köhler 28.12.2018