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Schleswig-Holstein Mindestens 15 Verletzte bei Barkassen-Unfall
Nachrichten Schleswig-Holstein Mindestens 15 Verletzte bei Barkassen-Unfall
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18:17 07.06.2016
Von Deutsche Presse-Agentur dpa
Nach ersten Erkenntnissen der Feuerwehr wurden mehr als zehn Menschen verletzt. Quelle: Daniel Reinhardt/dpa
Hamburg

„Wir flogen durch die Gegend“: Ihren Ausflug nach Hamburg werden eine Rentnerin aus Flensburg und 49 ihrer Ex-Kollegen nicht vergessen. Bei ihrer Barkassenfahrt auf der Elbe kommt es zu einem Unfall, mehr als ein Dutzend Verletzte kommen ins Krankenhaus.

Ein Tag, wie gemalt für einen Ausflug nach Hamburg: strahlender Sonnenschein, blauer Himmel und eine leichte Brise empfängt die Rentnergruppe der Stadtwerke Flensburg am Dienstag in der Hansestadt. Doch statt des erhofften Rund-um-Genusses endet der Trip in die Großstadt mit einem tragischen Unfall.

Bis zu sieben Schwerverletzte

Ihre Ausflugsbarkasse kollidiert mit einem Hafenschlepper, die Vergnügungsfahrt endet abrupt. Von den 50 Senioren werden 15 verletzt, bis zu sieben von ihnen schwer, wie ein Feuerwehrsprecher berichtete. Wer nicht ins Krankenhaus muss, steigt vom Schreck gezeichnet zur Heimfahrt in den Reisebus.

Die Hafenrundfahrt am Nachmittag sollte für die Rentner den Tag abrunden. An den Landungsbrücken bestiegen sie die Barkasse „Irma II“, zuvor gab es ein zünftiges Mittagessen in einem Landhaus. Die richtige Stärkung nach dem Besuch des weltgrößten Parkfriedhofs Ohlsdorf. Nun also die Hafentour. Los geht's, vorbei am Reparaturdock 17 der Werft Blohm+Voss mit der majestätischen „Queen Mary 2“ – ein Hingucker. Wenige Meter später vor Dock 10 passiert es dann.

"Nun muss er aber abdrehen..."

„Und ich denk bloß so: Nun muss er aber abdrehen – dann rummste es“, erinnert sich Passagier Harald Mattern (84). „Es knallte. Wir flogen durch die Gegend. Glas splittert, Bänke flogen.“ So beschreibt es anschließend Hannelore Faust (67). Kurz vor 15.00 Uhr kollidiert die Barkasse nach Feuerwehr-Angaben mit einem Hafenschlepper.

Irgendwie schaffen es die Schiffe, sich ans nächstgelegene Ponton nahe des offiziellen St. Pauli-Schiffsanlegers am Fischmarkt zu manövrieren. Ob selbstständig, oder ob der Schlepper die Barkasse dorthin schob, ist noch nicht geklärt. Feuerwehr und Notärzte rücken an, ein Großaufgebot kümmert sich um die Passagiere. Die Verletzten werden in Krankenhäuser gebracht: Von Gesichtsverletzungen, Schädel-Hirn-Traumata, Schürfwunden und Prellungen berichtet der Feuerwehrsprecher – „die klassischen Aufprallverletzungen“.

Taucher checkten die Boote. „Die Schiffe sind nicht leck und drohten nicht zu sinken“, sagt Polizei-Einsatzleiter Frank Wolkenhauer. Oberhalb der Wasserlinie seien sie stark beschädigt, ergänzt der Beamte. Die Wasserschutzpolizei richtet eine Gruppe zur Ermittlung der Unfallursache ein. Welches der Schiffe Vorfahrt hatte, werde unter Anderem jetzt untersucht, sagt Wolkenhauer. In der Regel gelte auf der Elbe wie im Straßenverkehr ein Rechtsfahrgebot.

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