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Schleswig-Holstein Goldener Scheckenfalter wieder im Norden
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18:01 30.08.2018
Ein Goldener Scheckenfalter hat sich auf einer Blüte niedergelassen.  Quelle: Julio Reis
Kiel

Dabei stand seit 2010 die Wiederansiedlung eines seit einem Vierteljahrhundert in Schleswig-Holstein verschwundenen Schmetterlings, des Goldenen Scheckenfalters, im Mittelpunkt. Die EU und die Stiftung Naturschutz teilten sich die Kosten. Der Steuerzahlerbund hatte das teure Vorhaben in seinem Schwarzbuch für Verschwendungen kritisiert.

In sieben Stiftungsgebieten, die aufwendig gestaltet wurden, sollte der Schmetterling angesiedelt werden. In fünf ist es gelungen und in einem steht der Erfolg noch nicht endgültig fest. Am Bültsee (Kreis Rendsburg-Eckernförde) hätten Gänse zu viele für den Goldenen Scheckenfalter wichtige Pflanzen gefressen, die Wiederansiedlung scheiterte. Nach Einschätzung der Naturschützer könnten sich 2019 etwa 5000 Goldene Scheckenfalter in den Gebieten entpuppen. Prognosen seien aber extrem schwierig. Man hoffe, der Schmetterling werde in Zukunft sich auch in anderen Regionen des Nordens wieder ansiedeln.

Lebensräume wurden aufgewertet

Bei dem Naturschutzprojekt ging es laut Stiftung um mehr als den Goldenen Scheckenfalter. Man habe ganze Lebensräume aufgewertet, seltene Pflanzen wieder etabliert und vielen anderen Insekten neue Lebensräume geschaffen. Der Schmetterling stehe als "Schirmart" für gefährdete Lebensräume wie Borstgrasrasen, Heiden, nährstoffarme Feuchtwiesen oder blütenreiche Magerrasen. Diese Räume seien von herausragender Bedeutung für viele Tier- und Pflanzenarten, die im Land gefährdet und vom Aussterben bedroht sind.

14 Projektgebiete mit 4000 Hektar standen zur Verfügung, auf 1000 Hektar wurden teils radikale Maßnahmen vorgenommen. 16 Hektar Fichtenwald wurden gefällt und wieder zur ursprünglichen Heidelandschaft renaturiert. Im Mittelpunkt von Auspflanzungen stand dabei der Teufelsabbiss - die Nahrungspflanze des Goldenen Scheckenfalters - und die in Schleswig-Holstein vom Aussterben bedrohte Niedrige Schwarzwurzel.

Die Stiftung Naturschutz hat nach eigenen Angaben seit 2001 für vier Projekte zwölf Millionen Euro von der EU und drei Millionen vom Bund erhalten.

Von dpa

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