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Schleswig-Holstein EU-Recht sieht keine wolfsfreie Zone vor
Nachrichten Schleswig-Holstein EU-Recht sieht keine wolfsfreie Zone vor
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08:55 21.11.2018
Von Thomas Paterjey
Foto: CDU-Forderungen nach einer Wolfsobergrenze und wolfsfreien Regionen in Schleswig-Holstein hat Umweltminister Jan-Philipp Albrecht (Grüne) eine Absage erteilt.
CDU-Forderungen nach einer Wolfsobergrenze und wolfsfreien Regionen in Schleswig-Holstein hat Umweltminister Jan-Philipp Albrecht (Grüne) eine Absage erteilt. Quelle: Ulf Dahl
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CDU-Forderungen nach einer Wolfsobergrenze und wolfsfreien Regionen in Schleswig-Holstein hat Umweltminister Jan-Philipp Albrecht (Grüne) eine Absage erteilt. Sein Haus hatte sich bereits am Vortag ähnlich geäußert.

Das Artenschutzrecht der Europäischen Union sehe keine wolfsfreien Zonen vor, sondern erlaube den Abschuss von Wölfen nur unter engen Voraussetzungen, sagte Albrecht der Deutschen Presse-Agentur. Hierzu habe sein Ministerium klare Kriterien aufgestellt und Informationen über den Ablauf einer solchen Abschussgenehmigung veröffentlicht. Zudem sei der Bund gefordert, den Bestand der Wölfe in Deutschland festzustellen, um künftige Schritte beim Wolfsmanagement auf einer solchen Grundlage prüfen zu können.

Beschluss erfolgte auf Parteitag

Die CDU hatte auf ihrem Parteitag am vergangenem Sonnabend  gefordert, den bisherigen Schutzstatus der Wölfe zu ändern und eine Obergrenze festzulegen, damit die Bestände entsprechend reguliert werden könnten. Es sollten zudem die rechtlichen Grundlagen für eine Ausweisung von wolfsfreien Zonen insbesondere an den Küsten und Deichen geschaffen werden.

Etwa 65 Wolfsrisse, darunter viele Schafe, gab es laut Ministerium bisher in Schleswig-Holstein. Hinzu kommen fast 40 Rissvorfälle, bei denen ein Wolf als Verursacher nicht sicher ausgeschlossen werden konnte. Die überwiegende Mehrzahl der nachgewiesenen Wolfsrisse stammt aus diesen Jahr. Bislang hat sich allerdings kein Wolfsrudel im Norden angesiedelt.

Wölfe in Schleswig-Holstein

Ministerium gibt mehr Geld für Herdenschutz

Albrecht betonte, "Küsten- und Herdenschutz müssen beim Umgang mit dem Wolf mitgedacht werden". Deshalb habe sein Ministerium bereits zahlreiche Maßnahmen zum Schutz vor Wolfsrissen ergriffen und baue diese stetig aus, zuletzt durch eine erhebliche Aufstockung der finanziellen Ressourcen. In diesem Jahr stehen 400.000 Euro für Herdenschutz-Maßnahmen zur Verfügung.

Zuständig für eine Abschussgenehmigung seien die oberste Naturschutzbehörde und das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume. Anträge sollen schriftlich gestellt werden, dies gehe in Notsituationen aber auch telefonisch. Sei die Behörde nicht erreichbar, könne über die Notfallhotline des Wolfsmanagements (0174 63 30 335) eine Ansprechperson erreicht werden, die über eine Tötung eines Wolfes entscheiden kann.

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