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Schleswig-Holstein Mit speziellen Apps: Polizisten in Schleswig-Holstein bekommen Dienst-Smartphones
Nachrichten Schleswig-Holstein Mit speziellen Apps: Polizisten in Schleswig-Holstein bekommen Dienst-Smartphones
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13:10 27.02.2020
Ein Smartphone neben dem Wappen der Polizei Schleswig-Holstein. Quelle: Markus Scholz/dpa
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Kiel

"Mit der Dokumentenprüf-App können unsere Polizeikräfte vor Ort Ausweisdokumente auf ihre Echtheit überprüfen", sagte Innenstaatssekretär Torsten Geerdts (CDU) am Mittwoch.
In der Pilotphase zur "ultramobilen Polizeiarbeit" sollen auch noch eine besonders auf die Bedürfnisse der Beamten zugeschnittene Karten-App, ein Messenger und ein Programm zu Erfassung von Ordnungswidrigkeiten hinzukommen. Zudem dürfen die Polizisten ausgewählte frei verfügbare Apps installieren.

Pilotphase bis zum Februar 2021

Ausgegeben werden zwei verschiedene Handy-Modelle, beide von Hersteller Samsung: Das Galaxy S9 und das speziell für den Outdoor-Einsatz konzipierte XCover Pro. Bis Ende des Jahres sollen insgesamt 1000 Polizei-Smartphones im Einsatz sein. Dauern soll die Pilotphase bis zum Februar 2021, der Einsatz der Geräte danach im regulären Betrieb fortgesetzt werden.

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Probleme in der Testphase

„Wir reden hier wirklich von einem Mammutprojekt. Es geht schließlich nicht um die Ausgabe einfacher Telefone, sondern um die Digitalisierung polizeilicher Verfahren unter Einhaltung aller Sicherheits- und Datenschutzvorkehrungen“, sagte Geerdts. In einer Testphase hatten beispielsweise technische Probleme dazu geführt, dass Smartphones im Falle eines Verlustes nicht hätten aus der Ferne gelöscht werden können.

Flensburg und Eckernförde machen den Anfang

Die ersten 75 Geräte werden jetzt in Flensburg und Eckernförde ausgegeben und die Kollegen im Umgang geschult, so der Staatssekretär. Ende März sind die Polizeireviere in Kiel, das Bezirksrevier und der Kriminaldauerdienst der Landeshauptstadt mit 290 Geräten dran. Danach folgen Lübeck und Norderstedt.

Die Kosten für das Projekt belaufen sich nach Angaben des Innenministeriums im laufenden Jahr auf eine Million Euro. Für den Kauf weiterer Geräte und Anwendungen stünden in den kommenden Jahren weitere fünf Millionen Euro zur Verfügung.

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Von RND/dpa

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