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Schleswig-Holstein "Mudder, ik will föhrn"
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12:00 11.08.2016
De lütte Häwelmann will jümmers rümsusen . . . Quelle: oH
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 „Häwelmann ist ein harmloses Kindermärchen, ein heiteres Spiel der Phantasie, wahrscheinlich für seinen eigenen Jungen gedichtet, als derselbe einmal nicht einschlafen wollte . . .“ steiht 1867 in een Book binn. Un jüst so weer dat ok. 1848 keem Storms eersten Söhn  Hans op’e Welt. Un „Hannemann“ weer wull so’n echten lütten Quengelmors. In een Breef an Herrmann Esmarch schreev Storm 1848: „Constanze ist im Ganzen recht wohl, und der Junge gedeiht sichtlich an Geist und Leib; dennoch greift das Stillen dieses dicken Bengels sie offenbar an“. Wohrschienli hett Storm dat Kinner-Märken in düsse Maande all schreven. „Mein Häwelmann, mein Bursche klein, du bist des Hauses Sonnenschein . . .“ riemelt he vull Glück op de eerst Siet vun’t Märken.

 De is aver ok in’e Gang, de lütte Buttjer, de sööte Bengel, de Hosenmatz. „Kind zum Liebhaben und Verhätscheln“ steiht in’t Wöörbook vun Lindow binn. Vadder Storm hett siene söss Kinner bannig leev, „da sie die Welt und sich selbst noch im schönen Zauberspiegel ihrer Phantasie sehen“. „Hannemann“ (Hans), Ernemann (Ernst), Losche (Karl), Lite (Lisbeth), Piepchen (Lucie), Elbe (Elsabe) un Gerte (Gertrud).  Villicht würr dat Storms Märken ahn de söss Buttjers gor nich geven: „Der Einfluß seiner so glücklich verlebten Jugend und der im Mannesalter um ihn heranblühenden Kinderwelt zeigt sich . . . in zahlreichen Einzelzügen seiner Erzählungen . . . ohne sie hätten Märchen wie „Hinzelmeier“ und „Häwelmann“ nie geschrieben werden können. Sie enthalten Kindheits-Idyllen aus Wald, Haide, Graten und Kinderstube, so voll Poesie und köstlicher Naivität“, schrifft de Presse Wien 1871.

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Theodor Storm weer wull sölven so’n lütt Häwelmann: „Erzogen wurde an mir wenig“, hett he mol in een Breef schreven. Sien Kindheit weer een Kinner-Droom: De Husumer Grootmudder, de Vadder un een junge Bäckerdeern „fütterten ihn mit Märchen und Geschichten aus alter Zeit“. Een Stuvenhocker is de Dichtersmann wiss nich west – weer jümmers ünnerwegens mit de annern Jungs  ut sien Straat: „Natürlich hat er auch das Holsteinische Platt gelernt, das in seiner Jugend noch von den Husumer Gymnasiasten unter einander gesprochen wurde“. So vertellt Alfred Biese in sien Storm-Biografie. De Dichter sölben schrifft in een Breef: „An den langen Herbstabenden . . . pflegten wir uns auf den Stufen irgend einer Haustreppe zusammen zu finden, und nun hieß es: „Stücken vertellen“. Dor is he bileeven: As Student in Kiel hett de Husumer Jung tosamen mit de Mommsen-Bröder un mit Karl Müllenhoff Sagen, Spukgeschichten un Märken ünner de lütten Lüüd sammelt.

Dat is backen bleven in‘ Achterkopp. Later denn, as he sölben all Vadder weer, hett Storm sik op all de schönen olen  Geschichten besinnt un is anfungen, sölben Vertellen un Märken to schrieven – blangen söss bit söben Stunnen Amtsarbeit as Advokaat.  „Papa, du dichtetst wohl?“ hett em sien Söhn Losche mol fraagt. „Nein“, weer Storms Antwurt. „Aber du denkst ja doch mit’m Kopf so in der Luft herum“, spekuleer de Lütt wieder . . . Gewiss doch – denn wie kümmt sünst de lütte Häwelmann mit sien Rullenbett vun’e Slaapstuuv in’e Stadt rin, vun’e Stadt in’t Holt un vun’t Holt stracks na’n Heven rop? Hin na de Steerns: „Weg dor!“ schree Häwelmann un föhr in den hellen Hupen rin, dat de Steerns in Angst un Bang linker un rechter Hand vun’n Heven fullen . . .“

„De lütte Häwelmann“, Theodor Storm, Vitolibro, 12,95 Euro, ISBN 978-3869400402

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