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Schleswig-Holstein Baggern für den Kanal-Ausbau
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22:25 08.01.2020
Von Cornelia Müller
An der Nordseeseite des Nord-Ostsee-Kanals, zwischen Lindau und Großkönigsförde, wird aktuell die Böschung gerodet. Quelle: Cornelia D.Mueller
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Lindau

„Wir schaffen jetzt Voraussetzungen für die Verbreiterung des NOK“, erläutert Projektleiter Georg Lindner vom Fachbereich Investitionen. Warum ausgerechnet jetzt? Im März beginnt die Brutzeit der Vögel, die Vegetation erwacht aus dem Winterschlaf. Rechtzeitig vorher müssen die Arbeiten abgeschlossen sein, um Fauna und Flora dann nicht mehr zu stören.

Im Gegenzug wird in Hütten aufgeforstet

Lindner sagt: „Für die Bäume und Büsche, die wir fällen müssen, damit der Kanal an der Nordseite um 40 Meter verbreitert werden kann, haben wir bereits Ausgleich geschaffen. In sehr guter Zusammenarbeit mit den Schleswig-Holsteinischen Landesforsten wurden in der Nähe von Hütten Aufforstungen vorgenommen. Zusätzlich nutzen wir Ökokontoflächen der Stiftung Naturschutz, die dort naturnahen Laubwald entwickelt.“ Das WSA hat sich verpflichtet, die Böschung nach der Kanalverbreiterung wieder üppig bepflanzen zu lassen. Damit alle Vorgaben auch während der Bauphase eingehalten werden, gibt es eigens eine ökologische Bauüberwachung.

Fuß- und Radweg sind zurzeit teilweise gesperrt

Rad- und Fußweg am Kanal zwischen Schinkel und Großkönigsförde werden während der Rodungsarbeiten teilweise gesperrt. Die Umleitung lässt das WSA ausschildern. Außerdem wird es ab dem kommenden Montag Infoflyer für Radler und Fußgänger geben.

In Großkönigsförde selbst hatten im April 2019 die Baumaßnahmen begonnen, um auch den Parkplatz am Lindenkrug zu verlegen. Mehrere Anwohnerstraßen bekamen einen Wendehammer, da sie zu Sackgassen werden.

Mindestsohlbreite soll 70 Meter betragen

Die Erweiterung auf vier Kilometern Strecke zwischen Schinkel und Großkönigsförde ist das erste Teilstück des NOK-Projekts Ausbau Oststrecke. 120 Millionen Euro Baukosten sind für den ersten Abschnitt veranschlagt. Für den Ausbau der gesamten Oststrecke bis Kiel sieht der Bundeshaushalt 500 Millionen Euro vor. Der Kanal wird auf die Mindestsohlbreite von 70 Metern gebracht. Dafür wird auch die alte Levensauer Hochbrücke abgerissen und durch eine neue für den Bahn- und Autoverkehr ersetzt.

Bisher ist die Oststrecke das Nadelöhr für den internationalen Schiffsverkehr. So kommt es ab Weiche Königsförde in Richtung Schleuse Kiel-Holtenau oft zu regelrechten Staus und Wartezeiten. Die Sohlbreite im betreffenden Abschnitt beträgt nur 44 Meter. Das sind immer noch die Abmessungen von 1914.

Erstmals war der Kanal von 1907 bis 1914 verbreitert worden

Die 1895 eröffnete Wasserstraße war von 1907 bis 1914 erstmals verbreitert worden. Die Weststrecke von Brunsbüttel bis zur Weiche Königsförde wurde zwischen 1965 und 2001 nach und nach auf 90 Meter Sohlbreite erweitert. Nach dem Ausbau soll der Schiffsverkehr flüssiger vonstatten gehen, Wartezeiten sollen minimiert werden. Außerdem können dann noch größere Fahrzeuge die weltweit meistbefahrene Wasserstraße der Welt passieren.

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