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Schleswig-Holstein Tankstellen-Räuber gingen brachial vor
Nachrichten Schleswig-Holstein Tankstellen-Räuber gingen brachial vor
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08:00 03.01.2019
Von Niklas Wieczorek
Rückwärts haben die Unbekannten einen Transporter in den Tankstellen-Eingang gesteuert, bevor sie Bargeld raubten. Quelle: Frank Peter
Kiel

In den meisten Fällen waren es mehrere Täter, die sich an den Kassen der Tankstellen oder ähnlicher Betriebe in Kiel und Umgebung vergriffen oder für die Drohkulisse während des Überfalls sorgten. So soll es auch am 30. Dezember gewesen sein: Gegen kurz nach 2 Uhr in der Nacht seien die Unbekannten mit einem Renault-Transporter der Deutschen Post rückwärts in die Tankstellentür gefahren. Der Polizei zufolge ist der Wagen wohl in einer Nebenstraße entwendet worden.

Maskierter Täter mit Waffe

Einer der Täter ist nach KN-online-Informationen maskiert und mit einer Schusswaffe in die Tankstelle eingedrungen, in der offenbar lediglich der Nachtschalter geöffnet hatte. Der Mann habe dem Kassierer gedroht, sich mit Bargeld in unbekannter Höhe versorgt und sei anschließend zum mutmaßlichen Komplizen in den Transporter geflüchtet. Dabei habe er weitere Zeugen bedroht. Der Wagen fuhr davon und wurde etwas später auf dem Schulhof in Schönkirchen verlassen gefunden, bestätigte die Polizei. "Die Ermittlungen laufen auch in diesem Fall", sagte Sprecher Matthias Felsch. "Inwiefern Zusammenhänge zu den vorherigen Taten bestehen, wird noch geprüft."

Zusammenhänge zwischen den Taten?

Zumindest die Ähnlichkeiten sind längst offensichtlich: Zuletzt am Nachmittag des ersten Weihnachtsfeiertages war eine Tankstelle in Kiel-Wik beraubt worden. Ein bewaffneter Täter hatte sich nach Polizeiangaben mit einem Bargeldbetrag in dreistelliger Höhe davongemacht. Vergleichbar liefen Taten am 16. Dezember in einer Tankstelle in Kiel-Schilksee, am 13. Dezember in einer Spielothek in Kronshagen, am 12. Dezember in der Tiefgarage am Kieler Schloss, am 10. Dezember in einer Tankstelle in Meimersdorf und am 8. Dezember in einer Bäckerei in Russee. Zumeist wurden Bargeld, einmal auch ein Smartphone erbeutet – manchmal war es ein Täter, manchmal mehrere. Die Muster, mit denen der oder die Täter vorgingen, waren dabei aber vergleichbar. Bisher waren die Unbekannten aber noch nie so brachial vorgegangen wie am 30. Dezember.

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