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Schleswig-Holstein Reederei MSC übernimmt alle Kosten
Nachrichten Schleswig-Holstein Reederei MSC übernimmt alle Kosten
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13:14 06.01.2019
Von Frank Behling
In der stürmischen Nordsee sind immer noch über 240 Container verschollen. Sie stammen von der "MSC Zoe". Quelle: Havariekommando
Helgoland

MSC sei bestrebt, das Meer nach allen über Bord gefallenen Containern so lange abzusuchen, bis der letzte Container gefunden sei, teilte das Unternehmen am Sonnabend in Genf mit.

MSC werde außerdem sicherstellen, dass die Strände der niederländischen und der deutschen Küste gereinigt werden. Alle mit dem Unglück zusammenhängenden Trümmer werden beseitigt, versprach die Reederei.

Spezialunternehmen Ardent beauftragt

Ein Großteil der 270 Container ist nach der Havarie bereits versunken. Bei der Havarie wurden viele Container außerdem aufgerissen oder zerquetscht. Dabei gelangten große Mengen Ladung und Verpackungsmaterial in die Nordsee. Bislang ist nach Angaben des Havariekommandos und der niederländischen Küstenwache nur der Verbleib von etwa 30 Containern sicher geklärt.

Die Suche nach den vermissten 240 Containern soll jetzt mit System angegangen werden. Wie die Reederei MSC weiter mitteilte bekannt, habe man das Bergungsunternehmen Ardent Global mit Experten aus den USA, Niederlanden und Dänemark beauftragt.

Koordinierte Suche mit Spezialschiffen

Teams von Ardent haben auch bei schon der Bergung der "Costa Concordia" mitgewirkt. Sie sollen jetzt die Koordination der Sucharbeiten übernehmen und Spezialschiffe für diese Aufgabe in die Deutsche Bucht beordern. Ardent soll auch mit den Behörden in Deutschland und Niederlanden bei der Suche zusammenarbeiten.   

Darüber hinaus wurden Spezialfirmen von MSC beauftragt, die Küstengewässer und Strände zu reinigen. Das Havariekommando in Cuxhaven koordiniert die Suche und Bergung der vermissten Container in den deutschen Gewässern.

Wellen behindern Bergung der Container auf See

Eine Bergung der bislang georteten Container scheiterte zuletzt an den Wetterbedingungen sowie den Gewichten. Bei einer Wellenhöhe von drei Metern ist es für die Besatzungen der Behördenschiffe zu gefährlich, sich den Containern zu nähern.

Das Havariekommando hat inzwischen Strömungsmodelle durch das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie erstellen lassen, die auch eine langfristige Bewegung der Trümmerfelder errechnen.

Plastikmüll auf Borkum

Auf Borkum haben laut Havariekommando am Wochenende 200 Einsatzkräfte bislang erst 23 Kubikmeter Ladungsreste gefunden und geborgen. Der Strand der Insel war auf einer Länge von 15 Kilometern mit  Plastikmüll aus den Verpackungen der Container verschmutzt. Es wurden aber auch Autroreifen, Fahrradteile und Möbel gesichtet.  

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