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Schleswig-Holstein Abi-Noten nicht auffällig schlecht
Nachrichten Schleswig-Holstein Abi-Noten nicht auffällig schlecht
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08:00 04.06.2019
Von Christin Jahns
Anfang beschwerten sich Abiturienten in mehreren Bundesländer über zu schwere Mathe-Aufgaben. Quelle: Hendrik Schmidt
Kiel

So liege der Durchschnitt der Prüfungsergebnisse im Fach Mathematik nach Auswertung von 90 Prozent der Schulen in Schleswig-Holstein aktuell bei 6,9 Punkten, was einer Note von 3,37 entspricht, erklärte ein Sprecher des Ministeriums. 2018 hatten die Schüler im Land durchschnittlich 7,0 Punkte (Note 3,33) erreicht. 2017 waren es 6,8 Punkte (Note 3,40).

Auch die Opposition sieht keinen Anlass für Konsequenzen

Über das weitere Vorgehen will man im Bildungsministerium beraten, wenn alle Lehrer-Rückmeldungen vorliegen. Einen Anlass für Konsequenzen sehen Ministerium und Opposition beim derzeitigen Sachstand allerdings nicht. „Die Lehrerinnen und Lehrer in Schleswig-Holstein haben ihre Kurse offenbar gut beziehungsweise knapp befriedigend auf das Abitur vorbereitet“, sagt Martin Habersaat, bildungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion.

LSV: Prüfung schwierig, aber machbar

Die Landesschülervertretung, die wie berichtet die Online-Petition eines Abiturienten aus Schleswig-Holstein unterstützt hatte, weist darauf hin, dass das Abitur immer auch einem gewissen Anspruch genügen müsse. „Wir haben die Petition unterstützt, damit die Schüler gehört werden“, sagt Julian Dercho, der in die 11. Klasse der Kaiser-Karl-Schule in Itzehoe geht und die Gymnasiasten im Land vertritt. „Soweit wir wissen, war die Prüfung zwar schwierig, aber machbar. Es kann sein, dass der Lernstoff nicht an allen Schulen gleich gut vermittelt wurde. Das ist dann aber ein grundlegendes Problem, das zeigt, dass der Mathematikunterricht weiter gestärkt werden muss.“

Saarland bewertet die Klausuren neu

Auch in anderen Bundesländern hatten Schüler mit Online-Petitionen gegen die aus ihrer Sicht unangemessen hohen Prüfungsanforderungen protestiert. Im Saarland sollen die Mathe-Arbeiten nun auf Grundlage einer milderen Tabelle gewertet werden, mit der sich die Note um einen Punkt erhöhen könnte. Dort hätten die Erstkorrekturen gezeigt, dass die Klausuren zwar „noch angemessen“, insgesamt jedoch „etwas zu umfangreich“ gewesen seien.

Hamburg bietet mündliche Nachprüfung an

In Hamburg hatten die Lehrer nach zahlreichen Schülerprotesten bei einer Befragung erklärt, dass der Noten-Durchschnitt bei den Mathe-Klausuren auf grundlegendem Niveau in diesem Jahr wohl eine Note schlechter ausfällt. In der Hansestadt liegt der Schnitt laut Behörde in der Regel zwischen 3,1 und 3,4. Das schlechtere Mathe-Ergebnis würde den Abi-Schnitt damit um 0,083 verschlechtern. Aus diesem Grund erhält ein Teil der Schüler die Möglichkeit, sich zusätzlich noch mündlich prüfen zu lassen. Dies betrifft alle 1200 Schüler, die die Mathe-Abiturprüfung in der Stufe grundlegendes Niveau abgelegt haben, da ihre Prüfungsaufgaben „relativ schwer“ gewesen seien. Für die Schüler, die das Mathe-Abitur auf erhöhtem Niveau zu bewältigen hatten, ändert sich nichts. Deren Aufgaben waren nach Auffassung der Behörde angemessen und nicht zu schwer.

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