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Schleswig-Holstein A215-Prozess: Razzia im Supermarkt
Nachrichten Schleswig-Holstein A215-Prozess: Razzia im Supermarkt
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17:56 21.01.2019
Von Bastian Modrow
Am Montagmittag wurde in Kiel-Gaarden ein Supermarkt von der Polizei durchsucht. Quelle: Daniel Friederichs
Kiel

Im Prozess vor dem Kieler Landgericht hatte der Angeklagte seinen Schwager schwer belastet und vorgegeben, bei der Verfolgungsjagd in Notwehr auf seinen Angehörigen geschossen zu haben. "Wir haben aufgrund der sehr konkreten Aussagen des Angeklagten zu einer Waffe, die ihm vorgehalten worden sein soll, ein eigenes Ermittlungsverfahren eingeleitet und am heutigen Vormittag die Räumlichkeiten eines Supermarktes in der Elisabethstraße durchsucht", sagte Axel Bieler, Oberstaatsanwalt in Kiel. Er bestätigte, dass sich das Geschäft in Besitz der Familie des Schwagers des Beschuldigten handelt.

Kampfmittelräumdienst muss anrücken

Die Durchsuchung des Geschäftes war zwischenzeitlich unterbrochen worden. Laut Staatsanwaltschaft hatte die Polizei Gegenstände gefunden, die sie nicht identifizieren konnten und bei denen es sich möglicherweise um Waffen gehandelt haben könnte. "Der Kampfmittelräumdienst wurde angefordert, der aber kurzfristig Entwarnung geben konnte", sagte Bieler. Ergebnisse der Razzia sollen frühestens am Dienstag vorliegen. Die Durchsuchung musste am Abend vorübergehend eingestellt werden. Die Räumlichkeiten wurden laut Staatsanwaltschaft versiegelt und gesichert. "Die Ermittlungen gehen am Dienstag weiter."

Schüsse wegen einer Familienfehde

Hintergrund der Schüsse auf der Autobahn 215 soll eine Familienfehde sein. Der Angeklagte hat libanesische, das Opfer, sein Schwager soll türkische Wurzeln haben. Laut Anklage schoss der 39-Jährige, um Rache für Verletzungen seines Vaters zu nehmen. Der Beschuldigte muss sich wegen versuchten Mordes und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr verantworten. Er soll auf Höhe der A 215-Abfahrt Bordesholm fünf bis sechs Mal auf den Fahrer eines neben ihm fahrenden Wagens geschossen und dessen Fahrzeug später von der Fahrbahn abgedrängt haben. Der Attackierte blieb unverletzt. Das Auto wurde laut Anklage von vier Schüssen getroffen, zwei Projektile blieben im Fahrzeug stecken. Im Falle einer Verurteilung drohen dem Angeklagten 15 Jahre Haft.

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