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Schleswig-Holstein Klinikum und Verdi wollen verhandeln
Nachrichten Schleswig-Holstein Klinikum und Verdi wollen verhandeln
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18:28 05.11.2019
Von Heike Stüben
Neu und schick ist das Zentralklinikum in Kiel: Doch Beschäftigte im UKSH beklagen eine zu hohe Arbeitsverdichtung. Es bleibe zu wenig Zeit für die Patienten, aber auch für Pausen und freie Tage am Stück. Deshalb fordern sie einen "Tarifvertrag Entlastung". Quelle: Frank Peter (Archiv)
Kiel

Es geht um rund 5000 Beschäftigte des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein UKSH in Kiel und Lübeck, an der Ausbildungs-Akademie und im Zentrum für Integrative Psychiatrie. Beschäftigte, insbesondere in der Pflege und Therapie, beklagen seit langem eine zu hohe Arbeitsverdichtung, vor allem durch Personalmangel und viele fachfremde Aufgaben.

Zusammen mit der Verdi Nord wollen sie in einem Haustarifvertrag verbindlich eine Entlastung regeln. Die Gewerkschaft hat deshalb seit Wochen Verhandlungen gefordert. Am Montag kam es jetzt zu einem Gespräch mit Vertretern von Landesregierung und UKSH-Vorstand. 

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Verhandlungen über den Tarifvertrag am UKSH ab November

"Wir haben gemeinsam einen konstruktiven Weg gefunden, sodass Verhandlungen über eine Vereinbarung zur Entlastung der 5000 nichtwissenschaftlichen Beschäftigten aufgenommen werden können" erklärte Steffen Kühhirt am Dienstag gegenüber KN-online.

Sollte die Tarifkommission in der kommenden Woche den Plänen zustimmen, könnten die Verhandlungen Ende November starten und dann im Dezember fortgesetzt werden. 

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Wird es Streiks am UKSH geben?

Während der Verhandlungen werde es keine Arbeitskampfmaßnahmen geben. "Die Bereitschaft der Beschäftigten dafür ist aber als sehr hoch einzuschätzen", betonte Kühhirt. Verdi Nord hatte zuvor mit einer neuen Streiktaktik gedroht, um einen "Tarifvertrag Entlastung" im UKSH durchzusetzen. Dabei sollen einzelne Stationen komplett bestreikt werden. Dies sei möglich, weil sich der gewerkschaftliche Organisationsgrad im UKSH deutlich erhöht habe. Im UKSH wollte man sich zu dem Gespräch am Montag nicht äußern.

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