Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Schleswig-Holstein Auf die Sonnentage folgt Regen
Nachrichten Schleswig-Holstein Auf die Sonnentage folgt Regen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:47 17.02.2019
Von KN-online (Kieler Nachrichten)
Spaziergänger schlendern bei Frühlingswetter an der Stohler Steilküste bei Kiel entlang. Ab Dienstag wird das Wetter wieder schlechter. Quelle: Frank Molter/dpa
Hamburg/Kiel

Das frühlingshafte Wetter hat in Schleswig-Holstein viele Menschen ins Freie gelockt. Bei überwiegend strahlend blauen Himmel und Sonnenschein vergnügten sie sich am Wochenende bei Café-Besuchen oder Strandausflügen in die Kurorte. Wer noch etwas von der Sonne im Norden abhaben will, muss sich beeilen: Regen naht.

Vor dem Wochenstart schlenderten am Timmendorfer Strand (Kreis Ostholstein) Menschen am Wasser entlang und die wirklich Hartgesottenen hielten schon mal den kleinen Zeh ins Wasser, vereinzelt ließen sich „Stand-Up“-Paddler über das Wasser treiben. Am weitläufigen Strand von St. Peter-Ording (Kreis Nordfriesland) flanierten Spaziergänger auf der stellenweise bis zu zwei Kilometer breiten Sandbank, manche ließen Drachen steigen. An der Stohler Steilküste bei Kiel wagten sich vereinzelt die „Lütten“ bis zu den Knien in die Ostsee. Die Ostsee-Angler behielten allerdings meist noch ihre Spezialhosen an.

Klicken Sie hier, um Fotos vom Frühling 2019 zu sehen.

"Eigentlich müssten wir Schnee schippen"

Deutlich reger ging es in den Einkaufsstraßen und auf den Flaniermeilen der Städte zu. „Es ist deutlich mehr los auf den Straßen. Die Leute sind spürbar hungrig nach Sonne“, berichtete eine Sprecherin der Kieler Polizei. „Wir haben jetzt schon ein volles Haus, es gibt keine freien Terrassenplätze mehr“, sagte die Restaurantleitung des „Café Wichtig“ in Scharbeutz (Kreis Ostholstein) am Samstagmittag. „Da sind viele Tagesausflügler dabei, auch aus Hamburg und Umgebung“.

Verantwortlich für die vor-frühlingshaften Temperaturen war laut Angaben des Deutschen Wetterdienstes ein Hochdruckgebiet über den Alpen. „Der Februar sollte der kälteste Monat sein, wir müssten also eigentlich Schnee schippen und Eis kratzen“, sagte ein Meteorologe des DWD in Hamburg.

Vermissen Sie den "richtigen" Winter mit Schnee und zugefrorenem Wasser?
Ergebnis ansehen
Diese Online-Umfrage ist nicht repräsentativ.
Vermissen Sie den "richtigen" Winter mit Schnee und zugefrorenem Wasser?
So haben unsere Leser abgestimmt
Diese Online-Umfrage ist nicht repräsentativ.

Stattdessen blühten etwa in Husum vereinzelt schon Krokusse, obwohl das Krokusblütenfest eigentlich erst Mitte März gefeiert wird. Wetterfeste joggten mancherorts schon in kurzen Shorts - oder fuhren mit offenem Cabriolet herum.

Ab Dienstag: Regen in Schleswig-Holstein

Nach den sonnigen Tagen müssen sich die Schleswig-Holsteiner jedoch auf schlechteres Wetter einstellen. In der Nacht zum Dienstag sollen von der Nordsee her Wolken und nachfolgend etwas Regen aufziehen, so dass es zeitweise regnen kann. Die Höchstwerte liegen bei 7 bis 10 Grad. Der Wind weht mäßig bis frisch. In der Nacht zum Mittwoch bleibt es stark bewölkt, nur örtlich ist etwas Regen bei 4 Grad möglich.

Auch am Mittwoch ist es oft stark bewölkt, am Nachmittag kann etwas Regen fallen. Die Temperatur ist laut Deutschen Wetterdienst zwischen 8 und 10 Grad. In der Nacht zum Donnerstag ist es überwiegend stark bewölkt, zeitweise fällt leichter Regen bei 4 bis 6 Grad.

Zum Thema: So ist das Wetter gerade im Rest Deutschlands

Schicken Sie uns hier Ihre Eindrücke vom Frühling

Lesen Sie auch: Kiel vor 90 Jahren - Als der Winter noch richtiger Winter war

Hier zeigen wir Ihnen Bilder vom Winter 1929 in Kiel.

 

Am 29. März wird die Kieler Sparkassen-Arena zum größten Kino des Nordens: Dann stellt der mehrfach preisgekrönte Naturfilmer Jan Haft seine neueste Produktion "Die Wiese - Ein Paradies nebenan" vor und berichtet auch über die aufwendigen Dreharbeiten.

Kristiane Backheuer 17.02.2019

Das Nordseewatt ist 365 Tage im Jahr ein Vogel-Hotspot. Hier rasten nicht nur imposante Seevögel und Meeresgänse. Auch eher unscheinbare Singvögel sind regelmäßig zu Gast.

16.02.2019

Die Landesregierung will Wildtiere wie Elefanten, Affen und Bären aus den Zirkus-Manegen verbannen. Umweltminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) sagte, da die Bundesregierung "untätig" geblieben sei, prüfe sein Haus, wie man anders vorankomme, etwa über einen Vorstoß in der Agrarminister-Konferenz.

Ulf Billmayer-Christen 16.02.2019