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Schleswig-Holstein Nach zwei Jahren Pandemie-Pause: Wattenmeerküste feiert Ringelganstage
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Nach zwei Jahren Pandemie-Pause: Wattenmeerküste feiert Ringelganstage

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07:24 22.04.2022
Nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause starten am Sonnabend die Ringelganstage auf Hallig Hooge und entlang der nordfriesischen Wattenmeerküste.
Nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause starten am Sonnabend die Ringelganstage auf Hallig Hooge und entlang der nordfriesischen Wattenmeerküste. Quelle: Wolfgang Runge/dpa
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Hooge

Nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause starten am Sonnabend die Ringelganstage auf Hallig Hooge und entlang der nordfriesischen Wattenmeerküste. Bis zum 15. Mai gibt es bei mehr als 80 Veranstaltungen von Sylt bis Eiderstedt vielfältige Möglichkeiten, die Ringelgänse, die Biosphäre Halligen und den Nationalpark Wattenmeer zu entdecken. Die offizielle Eröffnung auf Hallig Hooge findet wegen der Coronapandemie in diesem Jahr als geschlossene Veranstaltung statt.

Die grasenden Tiere halten sich so nah an den Wegen auf, dass sie sich selbst ohne Fernglas hervorragend beobachten lassen, wie die Nationalparkverwaltung in Tönning mitteilte. Es werden Vogelbeobachtungstouren mit dem Schiff, mit dem Fahrrad oder zu Fuß angeboten. Zudem führen Wattwanderungen ins Unesco-Weltnaturerbe und Vorträge geben Einblicke in die Natur und Kultur der Halligen.

Ringelgänse laufen auf Hallig Hooge über eine Wiese vor einer Warft. Jedes Frühjahr kommen bis zu 80.000 der kleinen Meeresgänse aus ihren Überwinterungsgebieten zu Besuch ins Wattenmeer, um sich hier für den Weiterflug in ihre sibirischen Brutgebiete zu stärken. Quelle: Gregor Fischer/dpa

Bis zu 80.000 Meergänse kommen zum Überwintern ans Wattenmeer

Jedes Frühjahr kommen nach Angaben der Nationalparkverwaltung bis zu 80.000 der kleinen Meeresgänse aus ihren Überwinterungsgebieten zu Besuch ins Wattenmeer, um sich hier für den Weiterflug in ihre sibirischen Brutgebiete zu stärken. Das entspricht fast einem Drittel der globalen Population dieser Art. Zu den Lieblingsplätzen der Gänse zählen die nordfriesischen Halligen, wo sie dank des Schutzes durch den Nationalpark und das Biosphärenreservat ausreichend Ruhe und saftiges Gras finden.

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Ringelgänse sind nach Angaben der Nationalparkverwaltung richtige „Meeresgänse“. Keine andere Gänseart ist demnach so oft im Watt zu sehen. Sie fressen unter anderem auf den Salzwiesen vor den Deichen und auf den Halligen die salzhaltigen Gräser und Kräuter. Mit Hilfe von Salzdrüsen können sie das mit der Nahrung aufgenommene und in großer Menge giftige Salz wieder ausscheiden. Ringelgänse benötigen viel Energie, um die bis zu 5000 Kilometer lange Flugstrecke bis zum Brutgebiet in Sibirien zu schaffen. Pro 100 Kilometer Flugstrecke benötigen sie etwa 8 Gramm Fett. Um 400 Gramm Fett zuzulegen, müssen sie mindestens 18 Kilogramm Gras fressen, heißt es in einem Faltblatt der Nationalparkverwaltung.

Veranstaltet werden die Ringelganstage von den Naturschutzverbänden, der Biosphäre „Die Halligen“ und der Nationalparkverwaltung.

Von RND/dpa

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