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Schleswig-Holstein Nato-Einheiten suchen Minen vor Kiel
Nachrichten Schleswig-Holstein Nato-Einheiten suchen Minen vor Kiel
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16:23 27.08.2019
Von Frank Behling
Der Minenabwehrband 1 der Nato mit dem Führungsschiff "Thetis" im Mai auf der Kieler Förde. Quelle: Frank Behling
Kiel

Nach dem Auslaufen aus Flensburg hat der ständige Minenabwehrverband 1 der Nato am Montagabend das Seegebiet südöstlich des Leuchtturms Kiel angesteuert. "Der Auftrag lautet Kontakte auf dem Meeresboden zu klassifizieren und zu identifizieren", sagt Fregattenkapitän Bastian Fischborn vom Presse- und Infozentrum der Marine in Kiel.

Angeführt wird der Verband von der dänischen Fregatte "Thetis", die das Flaggschiff für den Verbandskommandeur Peter Krogh ist. Der dänische Fregattenkapitän führt seit Januar den multinationalen Einsatzverband.

Minensuche: Amtshilfe für deutsche Behörden

Die deutsche Marine ist mit dem Kieler Minenjäger "Weilheim" an dem Such-Einsatz in der Kieler Bucht beteiligt. Mit ihren Sonargeräten und Drohnen arbeiten die Nato-Einheiten jetzt Hand in Hand mit den deutschen Behörden.

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"Das Vorhaben erfolgt in Amtshilfe für die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung. Außerdem wird auch der Kampfmittelräumdienst des Landes mit eingebunden", so Fischborn.

Minensuche entlang des Kiel-Ostsee-Weges

Die Minenjäger haben nicht nur ein Auge auf  Minen, Torpedos und Fliegerbomben, sondern auch auf Schiffs- und Flugzeugwracks aus dem Zweiten Weltkrieg. Die Suche erstreckt sich entlang des Kiel-Ostsee-Weges, der sich vom Leuchtturm Kiel bis zur Ansteuerungstonne Fehmarnbelt erstreckt. 

Am Donnerstagabend soll die Suche auf der Ostsee beendet werden. Danach fährt der Nato-Verband weiter in Richtung Kadetrinne. 

Wie viel Munition gibt es auf dem Meeresboden?

Wie viel Munition gibt es auf dem Meeresboden?

Mehr als 1,6 Millionen Tonnen Munition liegen nach Schätzungen des schleswig-holsteinischen Umweltministeriums in deutschen Meeresgebieten. Minen, Bomben, Torpedos, Granaten. Gefüllt mit Sprengstoff, Brandbeschleunigern oder Treibladungen. Es sind Erbstücke zweier Weltkriege, die lange vergessen waren.

Mit rund 1,3 Millionen Tonnen lagert der größte Teil an Munition in der Nordsee, doch auch auf dem Grund der Ostsee rosten bis heute rund 300.000 Tonnen Kriegsaltlasten vor sich hin. Hinzu kommen chemische Kampfstoffe, die in Deutschland hergestellt wurden, aber nicht flächendeckend eingesetzt wurden. Nach dem Krieg musste all das verschwinden – und zwar möglichst schnell. Deshalb lassen sich die genannten Angaben heute auch nicht mehr genau nachvollziehen.

Die Daten sind, wenn darüber überhaupt Buch geführt wurde, vor allem für den Ostseebereich lückenhaft. Akten lagern zu verstreut in unterschiedlichen Archiven oder in Privathand. Außerdem gehen Experten davon aus, dass vor allem in der ehemaligen DDR Unterlagen vernichtet wurden.

Auf die Suche folgen Manöver in der Ostsee

Dieser militärische Sucheinsatz ist der Auftakt für eine ganze Reihe von Übungen. Anfang September 2019 startet in Kopenhagen das Seemanöver Northern Coast mit rund 50 Einheiten von Nato-Nationen sowie Schweden und Finnen. Das Manöver wird von der deutschen Marine organisiert und dauert zwei Wochen.

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