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Schleswig-Holstein Daniel Günther bei CDU-Neuaufstellung im Bund „nicht an vorderster Front“
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Neuaufstellung der CDU: Daniel Günther sieht sich nicht an vorderster Front

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17:36 11.10.2021
Ministerpräsident Daniel Günther zur CDU im Bund: „Wir brauchen insgesamt einen Aufbruch und sollten deshalb unseren gesamten Vorstand neu wählen.“
Ministerpräsident Daniel Günther zur CDU im Bund: „Wir brauchen insgesamt einen Aufbruch und sollten deshalb unseren gesamten Vorstand neu wählen.“ Quelle: Michael Kappeler/dpa
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Berlin/Kiel

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) sieht sich bei der personellen Neuaufstellung der CDU im Bund nicht an vorderster Front. „Ich bin gerne bereit, bei der Neuaufstellung im Bund zu helfen, aber nicht in vorderster Front“, sagte der Unionspolitiker der „Welt“.

Daniel Günther wurde zuletzt neben Wirtschaftsexperte Friedrich Merz, Gesundheitsminister Jens Spahn, Außenexperte Norbert Röttgen und Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus für den CDU-Vorsitz gehandelt.

Daniel Günther zur CDU: Gesamter Vorstand soll neu gewählt werden

„Wir brauchen insgesamt einen Aufbruch und sollten deshalb unseren gesamten Vorstand neu wählen - und zwar noch im Verlauf dieses Jahres“, sagte Günther weiter und kritisierte, dass bei der Debatte über die Neuaufstellung der Partei immer nur Männer eine Rolle spielten.

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Günther unterstützt Neuwahl des ganzen CDU-Bundesvorstandes

Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) begrüßt die geplante Neuwahl der gesamten CDU-Führung. „Es ist für die Neuaufstellung das richtige Signal, jetzt nicht nur den Bundesvorsitzenden, sondern den gesamten Bundesvorstand neu zu wählen“, erklärte Günther.

„Der dafür zuständige Bundesparteitag sollte möglichst noch in diesem Jahr stattfinden.“ Die Sitzungen von Präsidium und Bundesvorstand am Montag seien von dem Wunsch geprägt gewesen, mit Gemeinsinn zu neuer Stärke zu kommen.

Unionskanzlerkandidat Armin Laschet hatte nach der verlorenen Bundestagswahl am Donnerstag angekündigt, er wolle den nun notwendigen Erneuerungsprozess seiner Partei moderieren und den Gremien dafür einen Parteitag vorschlagen.

Günther fordert Diskussion über inhaltliche Schwerpunkte der CDU

„Noch wichtiger als die personellen Weichenstellungen sind nach meiner Auffassung die Diskussionen über die inhaltlichen Schwerpunkte“, so Günther. „Für sie sollten wir uns anschließend ausreichend Zeit nehmen, um sie breit in unserer Partei zu führen.“ Günther bekräftigte seine grundsätzliche Haltung gegen eine Mitgliederwahl politischer Führungspositionen der Bundespartei.

„Eine Beteiligung unserer Mitglieder am Entscheidungsprozess halte ich hingegen für absolut richtig und notwendig.“ Die Meinung der Parteimitglieder sollte in die Entscheidungsfindung des Bundesparteitages stärker einbezogen werden. Vor diesem Hintergrund begrüße er die Einberufung einer Kreisvorsitzendenkonferenz am 30. Oktober.

„Dies kann nach meiner Auffassung nur ein erster Schritt sein“, erläuterte Günther. „Wir werden in unserem Landesverband im Vorfeld des Bundesparteitages ein Stimmungsbild in unseren Verbänden für unsere Delegierten einholen.“

Von dpa

Tilmann Post 10.10.2021
Tilmann Post 10.10.2021