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Schleswig-Holstein Kampagne soll Besucher anlocken
Nachrichten Schleswig-Holstein Kampagne soll Besucher anlocken
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13:38 28.02.2019
Das Danewerk ist Unesco-Weltkulturerbe. Quelle: Uwe Paesler
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Schleswig

Mit einer neuen Marketingkampagne sollen an die Unesco-Weltkulturerbestätten Haithabu und Danewerk mehr Besucher gelockt werden. Ein Schwerpunkt der Kampagne „Wo dir Geschichten begegnen“ liege in den Sozialen Medien, teilte die Ostseefjord Schlei GmbH am Donnerstag in Schleswig mit.

Es würden sowohl deutsch- als auch dänischsprachige Kanäle auf Facebook und Instagram installiert. Von Anfang März an sollen dort sowohl Erlebnisangebote am Welterbe als auch fachliche Hintergrundinformationen präsentiert werden. Der Startschuss soll auf der Internationalen Tourismusbörse (ITB) in Berlin (6. bis 10. März) fallen. Hier wird sich das neue Welterbe auf einer Sonderfläche am Schleswig-Holstein-Stand präsentieren.

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Wikinger-Kampagne kostete rund 100.000 Euro

Die archäologischen Stätten von Haithabu und Danewerk erhielten im Sommer 2018 den Welterbestatus. Die Touristiker wollen sich die Authentizität der Welterbestätten zu Nutzen machen. „Während der Gast in Haithabu die lebhafte Welt der Wikinger erleben und viele traditionelle Handwerke selbst ausprobieren kann, wandelt er am Danewerk auf mystischen Spuren der dänischen Geschichte“, heißt es in einer Mitteilung.

Im Laufe des Jahres sollen weitere Aktionen folgen. Die rund 100.000 Euro teure Kampagne ist auf zwei Jahre angelegt. Am 30. Juni soll es zum ersten Jubiläum der Welterbeauszeichnung rund um die archäologischen Stätten ein umfangreiches Programm geben.

Haithabu und Danewerk sind Welterbe

Die Befestigungsanlage Danewerk und der Handelsplatz Haithabu in Schleswig-Holstein gehören zu den bedeutendsten archäologischen Zeugnissen Nordeuropas. Das Danewerk bestand im Mittelalter aus Erdwällen, Mauern, Gräben und einem Sperrwerk in der Schlei. Das Verteidigungssystem sicherte die Grenze des dänischen Reichs.

Die Wikingerstadt Haithabu bei Schleswig war vom 9. bis 11. Jahrhundert eines der bedeutendsten Handelszentren Nordeuropas. Sie lag zwischen dem fränkischen und dem dänischen Reich auf einer wichtigen Route zwischen Nord- und Ostsee. 1897 wurde sie wiederentdeckt. Die Ausgrabungen begannen um 1900. Die Stätte sei wegen ihrer reichen archäologischen Funde von wesentlicher Bedeutung für die Erforschung der Wikingerzeit, erklärte die Unesco.

Von dpa

Anne Holbach 28.02.2019
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