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Schleswig-Holstein „Bildung trifft Entwicklung“ in Kiel
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13:08 11.03.2018
Von Heike Stüben
Foto: Workshops gibt es sowohl für Erwachsene, so können zum Beispiel Vereine und Unternehmen an dem Programm teilnehmen, als auch für Schulklassen und Kita-Gruppen.
Workshops gibt es sowohl für Erwachsene, so können zum Beispiel Vereine und Unternehmen an dem Programm teilnehmen, als auch für Schulklassen und Kita-Gruppen. Quelle: Anja Lehmann
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Kiel

Alle Referenten haben in Afrika, Südamerika oder Asien gelebt und gearbeitet – als Entwicklungshelfer, Freiwillige oder Fachkräfte. Eine gemeinsame Erfahrung dabei: Die Vorstellungen in Europa haben wenig zu tun mit der Realität in anderen Erdteilen. Doch um Probleme wie Klimawandel und Meeresverschmutzung lösen zu können, sind Informationen über globale Zusammenhänge und gemeinsame Strategien erforderlich.

„Wir wollen Einblicke aus erster Hand in die Lebensbedingungen in anderen Ländern geben, regen Perspektivenwechsel an und schlagen stets eine Brücke zum Alltag hier“, erklärt Johannes Peschke, Leiter der Regionalen Bildungsstelle. Welches Thema dabei gewählt werde und ob dies in einem Vortrag, einem Workshop, Fachtag oder einer Projektwoche geschieht, richtet sich dabei nach den Wünschen der jeweiligen Gruppe. Peschke rechnet mit 400 Veranstaltungen in diesem Jahr.

Informationen werden ergebnisoffen vermittelt

So können Schulklassen am Beispiel des Kakaos erfahren, wie die elf Kilogramm Schokolade, die jeder von uns im Schnitt im Jahr verzehrt, das Leben von Kindern in Westafrika und den Zustand der Umwelt dort beeinflussen. Wichtig dabei: Informationen werden ergebnisoffen vermittelt.

„Unser Ziel ist es, die eigene Rolle in einer globalisierten Welt zu hinterfragen. Wenn das in konkrete Handlungen mündet, umso besser“, sagt Peschke. Weil das Bildungsprogramm vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert wird, wird nur eine Gebühr erhoben. Ein Tag in einer Kitagruppe kostet zum Beispiel 35 Euro.

Projekt lebt von authentischen Erfahrungen der Dozenten

Freya Kallsen, Lehrerin an der Grundschule in Fleckeby, hat die Erfahrung gemacht, dass Kinder von der Authentizität der Referenten fasziniert sind. „Nicht nur aus Schulen bekommen wir die Rückmeldung, dass Menschen in den Veranstaltungen oft ganz neue Seiten und Fähigkeiten offenbaren“, sagt Martin Weber, Geschäftsführer beim Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein, das die Regionalstelle nach Kiel geholt hat.

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