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Schleswig-Holstein Kleinster Berg und „Bohnenland“: Wo Schleswig-Holstein besonders ist
Nachrichten Schleswig-Holstein Kleinster Berg und „Bohnenland“: Wo Schleswig-Holstein besonders ist
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10:30 15.12.2019
Eine Familie mit Kinderwagen und Drachen im Schlepptau geht bei Sonnenuntergang über einen Weg durch die Salzwiesen im Watt. Quelle: Christian Charisius/dpa
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Kiel

In Schleswig-Holstein befindet sich Deutschlands kleinster Berg – zumindest gilt diese Aussage für die Flächenbundesländer. Nach Angaben im aktuellen Jahrbuch des Statistischen Bundesamtes ist der Bungsberg gerade einmal 167 Meter hoch. Dafür liegt vor Schleswig-Holsteins Küste nach Erkenntnissen der Statistiker der größte Nationalpark Deutschlands, nämlich der 4415 Quadratkilometer große Nationalpark im Wattenmeer.

Das sind nur zwei von vielen Besonderheiten, die das Statistische Bundesamt dem Land zwischen den Meeren bescheinigt. So zählen die Schleswig-Holsteiner beispielsweise mit zu den Größten in Deutschland – zumindest bei der gemessenen Körpergröße. Auch wenn die Menschen in einigen anderen Bundesländern im statischen Durchschnitt ebenfalls 1,73 Meter groß sind und die „kleinsten“ Bundesbürger im Schnitt im Saarland und in Thüringen 1,71 Meter messen.

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Das sind Schleswig-Holsteins Besonderheiten

AGRAR: Schleswig-Holstein ist „Bohnen“-Land. Hier werden auf 11.200 Hektar Ackerbohnen angebaut (Zahlen aus 2018). Das ist deutschlandweit Spitze. Und hier werden die meisten Kohlköpfe geerntet: Knapp 197.000 Tonnen wachsen auf 3650 Hektar Fläche. Nordrhein-Westfalen hat mit 4174 Hektar mehr Kohl-Äcker, erntet jedoch nur knapp 154.000 Tonnen. Vielleicht macht sich der gute Boden auch bei den Pachtkosten bemerkbar. 289 Euro Pacht pro Hektar mussten 2016 für Dauergrünland hingeblättert werden, bundesweit ungeschlagen. Im Bundesschnitt waren es nur 175 Euro. Auch für Ackerland mussten Schleswig-Holsteins Bauern mit 506 Euro je Hektar tief ins Portemonnaie greifen. 328 Euro waren es im Schnitt bundesweit.

TOURISMUS: Bei den Urlaubern liegt Schleswig-Holstein voll im Trend. Mit 12 Übernachtungen je Einwohner (Zahlen aus 2018) wird es nur von den 19 Übernachtungen in Mecklenburg-Vorpommern übertroffen.

LEBENSFORM: Schleswig-Holsteiner haben mit 48 Quadratmetern überdurchschnittlich Platz in ihren Wohnungen. Deutschlandweit waren es 47 Quadratmeter (2017). Ob das Auswirkungen hat auf die Zahl der Eheschließungen, wurde nicht untersucht. Zumindest stehen die Menschen hier mit 6,1 Eheschließungen pro 1000 Einwohner deutschlandweit mit an der Spitze (2017). Nur in Mecklenburg-Vorpommern sind die Menschen mit 7,1 Hochzeiten noch „heiratswütiger“.

Von dpa/RND