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Schleswig-Holstein Lübeck: 140 Elektrobusse bis 2030
Nachrichten Schleswig-Holstein Lübeck: 140 Elektrobusse bis 2030
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14:14 13.01.2020
Die Tachometeranzeige mit Ladezustand ist in einem Elektrobus zu sehen. Quelle: Christian Charisius/dpa
Lübeck

Als eine der ersten Kommunen Schleswig-Holsteins hat die Hansestadt Lübeck im Juni 2017 zwei Elektrobusse in Betrieb genommen. Die stehen inzwischen wegen technischer Probleme im Depot. Doch die Stadt will auf dem einmal eingeschlagenen Weg weiter voranschreiten.

Das kommunale Verkehrsunternehmen Stadtverkehr Lübeck hat weitere Busse mit Elektroantrieb bestellt. Zwei rollten bereits auf Lübecks Straßen, vier weitere sollten demnächst ausgeliefert werden, sagte die Sprecherin des Stadtverkehrs, Gerlinde Zielke. Bis 2030 sollen 140 der 200 Busse des Stadtverkehrs Lübeck sukzessive durch Elektrobusse ersetzt werden.

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«Wir haben die beiden ersten Busse im Juli 2019 auf Bitte des Herstellers stillgelegt, nach dem in Bayern ein Bus gleichen Typs ausgebrannt ist», sagte Zielke. Die jetzt bestellten Busse stammten von einem anderen Hersteller. Die garantierte Reichweite betrage mindestens 150 Kilometer - «unter widrigsten Bedingungen wie starken Steigungen, die wir ja in Lübeck nicht haben», sagte Zielke.

Anschaffung ist doppelt so teuer wie bei einem Diesel-Bus

«In ganz Deutschland waren im November 2019 315 Elektrobusse im Einsatz, 750 weitere sind bestellt», sagte der Pressesprecher des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), Lars Wagner. «In Schleswig-Holstein sind derzeit nach unserer Kenntnis in Lübeck zwei und in Uetersen und Westerland je ein Elektrobus unterwegs», sagte er. In Hamburg sind es mehr als 30.

Rund 500.000 Euro kostet ein Elektrobus nach Angaben Zielkes - rund doppelt so viel wie ein herkömmlicher Bus. Ob die Stadt dafür Fördermittel vom Bund bekommt, ist noch unklar. «Seit das Bundesumweltministerium die Förderung übernommen hat, bekommen nur noch Kommunen mit besonders schlechter Luft einen Zuschuss zu den Anschaffungskosten, doch in Lübeck ist die Luft zu sauber dafür», sagte sie. Für die beiden jetzt stillgelegten Fahrzeuge hatte der Stadtverkehr noch einen Zuschuss von 140.000 Euro je Fahrzeug vom Bundesverkehrsministerium bekommen.

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Von RND/dpa

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