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Schleswig-Holstein Eigene Wohnung statt Frauenhaus
Nachrichten Schleswig-Holstein Eigene Wohnung statt Frauenhaus
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09:01 07.05.2018
Von Alev Doğan
In ein Frauenhaus können alleinstehende Frauen oder Frauen mit Kindern Zuflucht finden - beispielsweise aus Angst vor einem gewalttätigen Partner. Quelle: Thomas Eisenkrätzer
Kiel

„Mit diesem Projekt fördern wir die Selbstständigkeit der Frauen“, sagte die für Gleichstellungsfragen zuständige Justizministerin Sabine Sütterlin-Waack (CDU) bei der Vorstellung im Bodelschwingh-Haus in Kiel. „Wir hoffen, dass wir dadurch auch die Frauenhäuser entlasten können.“ Wenn Frauen länger als notwendig dort bleiben, stehen diese Plätze anderen in akuten Krisensituationen nicht zur Verfügung. „Allein im vergangenen Jahr mussten 4680 Frauen und Kinder abgewiesen werden, weil es keine Plätze gab“, erklärte Sütterlin-Waack.

Paritätischer Wohlfahrtsverband

Das Ministerium hat das Projekt in die Hände des Paritätischen Wohlfahrtsverbands gelegt. Der Paritätische wiederum hat den Dienstleister „Stadt, Land, Mensch“ mit dem Betrieb der Servicestellen für die Regionen Kiel, Neumünster und Plön beauftragt.

Projekt war nicht unumstritten

Unumstritten war das Projekt indes nicht. Die ersten Gespräche mit den Frauenhäusern führte das damals noch von SPD-Frau Kristin Alheit geführte Ministerium bereits Anfang 2017. „Diese Abstimmungen verliefen sehr emotional, es gab viele Bedenken“, erinnert sich Katja Zenk, die beim Paritätischen für das Projekt verantwortlich ist. Nach ihren Worten hatten sich die Frauenhäuser die Unterstützung des Landes anders vorgestellt: Mehr Platz für mehr Frauen, mehr Mitarbeiter, bessere Finanzierung. Laut Zenk haben die Frauenhäuser zwar nun ihre Kooperation zugesagt, doch Bedenken gebe es immer noch.

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