Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Schleswig-Holstein Niemoodsch, bunt un driest
Nachrichten Schleswig-Holstein Niemoodsch, bunt un driest
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:00 13.06.2019
Von Heike Thode-Scheel
De ole Quickborn un dat niege Comic-Heft mit de Riemels vun Klaus Groth. Quelle: th

Klaus Groth as Comic? Dat geiht op’t Best, meent Tim Eckhorst un smüüstert: „Also, manchmal weiß ich nicht: War das nun Arbeit oder Hobby?“  Kloor, dat is’n Barg Arbeit, wat he dor op’e Been stellt hett mit den doren Comic-Gedicht-Band. Man dat hett em aver ok verdammi veel Spaaß maakt. Mol nich an dinken, ob sien Kunnen dat goot finnen deit. Mol nich dor an dinken, wat dat kussen deit. „Wir haben einfach freie Bahn gehabt“, freut sik de Dithmarscher Jung, de nu in Blumenthal bi Kiel tohuus is. „Einfach ein richtig cooles Heft ausdenken. Das haben wir geschafft. Es ist rundum ein richtig gutes Ding geworden“, swöögt Eckhorst. Keen Geldsorgen, keen Chef, de rümjauln deit, „ich musste nur die richtigen Gedichte heraussuchen und die richtigen Zeichner finden und sie betreuen.“

29 Comic-Teekner ut Norddüütschland hebbt sik also an’e Arbeit maakt. Jedeen na sien  Smack. „Wir haben nicht nur illustriert, was da steht, sondern wir haben versucht, die Gedichte ins Hier und Jetzt zu bringen. Das macht den Wert aus.“  Dat kümmt also vör, datt miteens en swatt-witt Bild vun uns olen KN-Fotograf Fiete Magnussen in so’n Comic opdükern deit. „Regen, Regen rull . . .“ . . . heet de lütt Riemel, „bet alle Gröben vull!“ Teekner Gregor Hinz hett dat op sien egen Art un Wies to Papeer bröcht: He nimmt en Pressebild, wo en Auto in’e Föörd versupen deit un maakt dor mit en poor Striche un blaue Farv en Comic ut.  Selina Gurny weer mit dat Grothsche Fruunbild vunwegen „Lank un small“ so gor nich inverstahn un lett all ehrn Arger an den Dichtersmann ut. „GRMPF“ steiht dor un ehr Deern packt Groth mit spitze Finger bi de Jack un katapulteert em ut’e Siet rut. De Herr kümmt nich mehr to Peer, de rullt nu in‘ Comic mit’n swoore Maschin vör un wokeen weegt dat Kindjen in‘ Slaap? De Vadder, de mit en Hand an’t Handy togang  is, mit de anner Hand de Nuckelbuddel warm maken deit un an’t Been bummelt dat Sacksband, wo he dat Kindjen mit schaukeln deit. Grothsche Riemels anno 2019.

So mutt dat ween, meent Tim Eckhorst, „sonst wär‘ das ja stinklangweilig.“ För em is dat wull „eines der schönsten Projekte“ wurrn, dor is he sik wiss. Denn „während man arbeitet, beschäftigt man sich mit der Person Groth und wenn man sich durch seine Gedichte liest, dann merkt man, wie facettenreich er sein kann“, swöögt de junge Mann, de jüst so as Groth in Heid‘ born is. He hett Groth as „witzig“ beleevt in sien Gedichte. Dat Woort „lebensfroh“ fallt. Aver ok „richtig, richtig düster“. Dat all’ns mööt de Comic-Teekner mit ehr Stifte infangen un to Papeer bringen. Gor nich so enfach. Tim Eckhorst arbeit dorbi an‘ Leevsten mit de Hand: „Wenn ich digital arbeite, dann ist der Kopf so leer. Dann fühlt man sich selber wie eine Maschine.“ Wenn he aver den Bliestift to Hand nehmen deit un de eersten Striche vun Groths Charakterkopp trech sünd, denn „fallen einem so viele Sachen ein.“ Jüst so as dat Groth-Porträt hett he ok den Titel mit de Hand tekent. Op DIN A3 – wille Wellen, de över dat Papeer brusen doot un as Wulken opblöhen. In witt un root un swatt. Dat Seilschipp, dat sik dörch de Wellen  manövreert, de Strohhoot vun de schöne Annmaria, natürli mit dorbi Matten de Haas, de Rosen blömt dor so rot un de Anker hollt dat Ganze fast.

Dat is all en Kunst, so in Groth, in siene Gedichte un in sien Spraak intodüükern. Denn för de meisten Comic-Teekner weer de ole Dichtersmann gor keen Begriff. „Ich bin ja in Heide geboren und den Namen kannte ich auch immer. Ich bin auch mit Platt groß geworden – aber bei manchen Wörtern habe ich echt gerätselt“, smüüstert de Grafiker. Un datt, offschonst „bei Oma am Mittagstisch immer Platt geschnackt wurde.“ As de Dithmarscher Jung denn na Kiel to‘n Studeern güng - „voll vom Land in die Stadt“ - dor hett he sik jümmers freut, wenn he mol Platt höörn dä: „Dann hat man nicht das Gefühl, so weit weg zu sein.“

De plattdüütsche Klaus Groth un de hochdüütsche Tim Eckhorst, de lieken sik wull mehr, as se glöövt. Nich blots, datt se beide in Heid‘ born sünd un to’n Studerern na Kiel kemen, de beiden hebbt ok so’n Lengen na ehr Tohuus in’t Blood. Künstler sünd se ok noch beid‘ – de een mit siene Wöör, de anner mit’n Stift. Wat wull Klaus Groth seggen würr, wenn he dat dore Comic-Heft to Gesicht kriegen würr? „Och frei di an de schöne Welt un weß nich to vernünti!“

www.timeckhorst.com, www.purefruit-magazin.de, www.heide.de

Die Partei der dänischen und friesischen Minderheit in Schleswig-Holstein, der SSW, will nach 60 Jahren Pause möglicherweise wieder zur Bundestagswahl 2021 antreten. Der Landesvorstand beschloss am Dienstag einstimmig, eine parteiinterne Diskussion zur Teilnahme zu führen.

13.06.2019

Eine lebensgroße Latexpuppe hat einen Feuerwehreinsatz in der Elbe ausgelöst. Passanten hätten bei Geesthacht (Kreis Herzogtum Lauenburg) eine in Handtüchern eingewickelte kopflose Frauengestalt im Wasser treiben sehen, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag. Daraufhin hätten sie sofort den Notruf gewählt.

13.06.2019

Promi-Gastronom Jürgen Gosch beklagt, dass Sylt nur schlecht erreichbar ist. Zugausfälle und Verspätungen machten Urlaubern und Pendlern zu schaffen. Es muss etwas geschehen, meint der Sylter Fischhändler – und macht eigene Vorschläge.

13.06.2019